Neu im FluxFM-Programm: Blood Red Shoes, Jungle, Romy, Planningtorock uvm., © Steve Gullick
Neu im FluxFM-Programm: Ami Warning - "ausgehen" Steve Gullick

Neu im FluxFM-Programm: Blood Red Shoes, Jungle, Romy, Planningtorock uvm.

Seit dem 8. Juni 2026 neu im FluxFM Programm

09.06.2026

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Blood Red Shoes - Screams

Nach mehreren Jahren ohne neue Musik melden sich Blood Red Shoes mit ordentlich Druck zurück. Screams ist bewusst direkt gehalten: kein überproduziertes Konzept, sondern ein Rocksong, der sich auf Energie, Dynamik und Spielfreude verlässt. Inspiriert von einem alten Foto und mehr als zwei Jahrzehnten gemeinsamer Bandgeschichte wirkt der Track tatsächlich wie ein musikalisches Heimvideo. Man hört, dass Laura-Mary Carter und Steven Ansell nach ihren Soloprojekten wieder Spaß daran haben, gemeinsam Lärm zu machen.

Aby Coulibaly - Control

Schlaflose Nächte haben schon viele Songs hervorgebracht, aber Control beschreibt dieses Gefühl besonders treffend. Aby Coulibaly verpackt kreisende Gedanken und innere Unruhe in einen Pop-R'n'B-Track, der gleichzeitig melancholisch und erstaunlich vorwärtsgerichtet klingt. Die Produktion bleibt angenehm leichtfüßig, während sich darunter die Unsicherheit eines Menschen entfaltet, der einfach keinen Ruheknopf findet. Gerade dieser Kontrast macht den Song so spannend. Nach Love Is Enough zeigt die unabhängige Künstlerin erneut, wie mühelos sie Soul, R'n'B und moderne Pop-Elemente miteinander verbindet.

Almost Monday - Skinny Dip

Fast jeder hat diese eine Sommernacht, die viel zu schnell vorbei war und trotzdem Jahre später noch auftaucht. Genau von diesem Gefühl lebt Skinny Dip. Almost Monday setzen auf ihren gewohnt sonnigen Indie-Pop-Sound mit großen Refrains, treibenden Gitarren und jeder Menge Festival-Energie. Nostalgie spielt dabei die Hauptrolle, ohne jemals kitschig zu wirken. Stattdessen entsteht ein Song, der nach offenen Fenstern, spontanen Entscheidungen und Erinnerungen klingt, die man nie ganz loswird.

Easy Easy - Zähne

Zähne bewegt sich genau dort, wo es interessant wird: zwischen eingängig und leicht verstörend. Blues-Gitarren treffen auf Hip-Hop-inspirierte Drums, dazu kommt diese leicht verschobene Atmosphäre, die nie ganz berechenbar wirkt. Easy Easy beschreiben den Song selbst als etwas Schönes mit einer kleinen Narbe – ein Bild, das erstaunlich gut passt. Hinter der Catchiness lauert ständig eine gewisse Unruhe. Damit gibt der Track einen vielversprechenden Vorgeschmack auf das kommende Album Barrakuda.

Jungle - The Wave

Mit The Wave schlagen Jungle eine etwas sanftere Richtung ein, ohne ihre Stärken aufzugeben. Brasilianische Einflüsse aus den 60er- und 70er-Jahren treffen auf die warme, elegante Produktion, für die das Londoner Kollektiv längst bekannt ist. Inhaltlich geht es ums Weitermachen, auch wenn die Dinge gerade nicht leicht sind. Statt Pathos setzen Jungle auf Leichtigkeit und Bewegung. Das Ergebnis fühlt sich an wie ein warmer Luftzug an einem schwierigen Tag.

MorMor - Like Heaven (feat. Celeste)

Vier Jahre nach seinem letzten Album öffnet sich MorMor hörbar neuen Einflüssen und vor allem neuen Stimmen. Like Heaven lebt von der Begegnung zwischen seinem unverwechselbaren Tenor und Celestes souliger Wärme, die erst gegen Ende vollständig in den Song hineintritt. Breakbeats, cineastische Keyboardflächen und bluesige Basslinien sorgen für eine Atmosphäre zwischen Hoffnung und Melancholie. Besonders schön ist dabei, dass das Duett nie nach Feature klingt, sondern nach echter Zusammenarbeit.

Naked Cameo - Navelglazer

Schon der Titel deutet an, dass hier keine klassische Pop-Hymne wartet. Navelglazer baut seinen Sog über einen permanent antreibenden Beat auf, während die Lyrics zunehmend drängender werden. Gegen Ende beginnt der Song kontrolliert auseinanderzufallen und entwickelt genau dadurch seinen Reiz. Naked Cameo verbinden elektronische Präzision mit einer gewissen Unberechenbarkeit und liefern damit einen der spannendsten Momente ihres neuen Albums Phase to Phase. Dass die Platte bislang nur physisch erhältlich ist, passt irgendwie perfekt zu dieser kompromisslosen Haltung.

Planningtorock & Romy - The One

Manche Songs verändern ihre Bedeutung komplett, wenn sie Jahre später neu interpretiert werden. The One wurde ursprünglich 2011 geschrieben und handelte von Einsamkeit und der Suche nach Identität. Gemeinsam mit Romy bekommt der Track von Planningtorock nun eine deutlich langsamere, verletzlichere Form. Wo früher Hoffnung durchschimmerte, steht heute vor allem Reflexion im Mittelpunkt. Die reduzierte Geschwindigkeit gibt jeder Zeile mehr Gewicht und macht aus dem Stück eine überraschend intime Neuinterpretation.

Die Neuheiten im FluxFM-Programm der letzten Wochen: