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Polizei Berlin | FluxFM Rückruf

▷ Letzte Änderung: 2018-09-24
By Ann-Kathrin [FluxFM] |

Einen der lustigsten Twitter-Accounts in unserer Stadt hat die Polizei Berlin. Vor allem die 24-Stunden Twitter Marathons brachten dem Account viel Aufmerksamkeit. Den Hype will die Polizei nun auch auf Instagram ausleben – das ist leider etwas in die Hose gegangen. Mila Weidelhofer aus der FluxFM Redaktion hat die letzten Tage die Storys der Polizei verfolgt und musste dort direkt mal anrufen…


Liebe Polizei Berlin,

ihr habt einen Instagram-Account eingerichtet um Bürgernah und top aktuell zu sein. Die Idee war denkbar einfach: Jeder Abschnitt nimmt eure Follower*innen für ein paar Tage mit auf Streife. Wir können uns denken: Euer Job ist hart und manchmal auch unübersichtlich. Trotzdem rechtfertigt das nicht die Inhalte denen wir uns ausgesetzt sehen. Das Foto eines gefesselten, mutmaßlichen Straftäters auf dem dreckigen Boden, unkenntlich gemacht durch ein vergrößertes Emoticon mit einem Schmollmund und einer Kopfbandage. Daneben: Ein Polizeiemoticon das süffisant den Daumen hebt. Als wenn das nicht reicht folgt der geistreiche Kommentar: „Was hat dieser junge Mann wohl verbrochen?“

Liebe Polizei Berlin, ich weiß nicht en détail was genau zu euren Aufgaben täglich zählt. Ich bin mir aber sicher, dass ihr nicht dafür bezahlt werdet, auf Social Media Menschen öffentlich an den Pranger zu stellen. Die letzten Wochen hat sich herauskristallisiert: Ihr nutzt euren Instagram-Account mit seinen 14,5 Tausend Followern nicht, um uns ein detailliertes Bild in eure Arbeitsabläufe zu geben. Nein, ihr missbraucht ihn für Selbstdarstellung. Und das leider auf die denkbar mieseste Art.

Kleiner Tipp: Tauscht bei euren Polizisten doch die Zeit die sie am Smartphone verbringen gegen ein paar Nachhilfestunden in Sozialkunde aus.
Danke!

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