Prince Live (Foto: Warner Brothers, Pressebild)
Prince Live (Foto: Warner Brothers, Pressebild)

R.I.P. Prince | Fluxkompensator Spezial

▷ Letzte Änderung: 2016-04-23
By Fabian [FluxFM] |
Im Radio:
24. April 2016
15 – 17 Uhr

Am 21. April 2016 verstarb Prince Rogers Nelson, the Artist formerly known as Prince. Ihm zu Ehren widmen wir uns am Sonntag zwei Stunden lang seinem musikalischen Werk. Was hat ihn, den größten kleinen Popstar ausgemacht, warum ist sein Schaffen so relevant, welche Perlen finden sich abseits der Best Ofs und Singles? Für die Spezial-Ausgabe von Fluxkompensator haben wir tief gegraben und zwei Stunden voll Dance, Music, Sex, Romance vorbereitet.

1978 erschien mit For You eine Discoplatte, die sich kaum von all den Dutzenden anderen unterschied, die im selben Jahr erschienen. Mit schmalem Budget aufgenommen und von der Plattenfirma kaum promotet, bekam das Debütalbum von demjenigen, der später zum Weltstar werden sollte, kaum jemand mit. Dennoch enthielt das Album bereits viele Stilmittel, die Prince im Verlauf seiner Karriere noch ausbauen und perfektionieren sollte: unwiderstehlichen Funk, sexy Texte und – das Wichtigste – verdammt viel Groove! Und schon damals war Prince der starrsinnige Eigenbrötler, vom Keyboard bis zu den Drums spielte er jedes Instrument auf der Platte selbst ein.

Der Erfolg lies nicht lange auf sich warten: Innerhalb von ein paar Jahren erschienen ein paar seiner besten Alben in Folge: Controversy – mit dem unwiderstehlichen Titelsong, in dem er das schmächtige, androgyne Wesen auseinandernahm, das ihm von der Presse angedichtet wurde. 1999 – das Doppelalbum, zu dem man eigentlich bei jedem Track eine Party feiern wollte und mit dem Prince den Sound der ganzen 80er entscheidend prägte. Und schließlich Purple Rain – die Hit-Platte mit dem achtminütigen Titelsong und dem Wahnsinns-Gitarrensolo.

Während Purple Rain Prince endgültig unter die Pop-Superstars beförderte, machte der in Minnesota geborene Musiker nicht den Fehler, sich bloß zu wiederholen. Er schrieb den Soundtrack zu Tim Burtons Film Batman, ließ sich auf Around The World In A Day von Psychedelia und den Beatles inspirieren, komponierte zahllose Songs für andere Künstler und nahm ein Konzeptalbum auf, das nicht nur eine, sondern zwei Vinylscheiben umfasste: Sign O‘ The Times ist im gewaltigen und vielfältigen Œvre des umtriebigen Songwriters immer noch ein herausragendes künstlerisches Statement – und sicherlich seine beste Platte.

Bis kurz vor seinem Tod war Prince auf Tour, sein letztes Album veröffentlichte er 2015 – HitnRun Phase 1 & 2, ein Doppelalbum, das er zunächst exklusiv über den Streamingdienst TIDAL vertreiben ließ. Er förderte neue und junge Künstler, coverte Radiohead und blieb sich immer treu.

Prince verstarb mit 57 Jahren viel zu früh. Als einer der kreativsten und begabtesten Künstler des Pop hinterlässt er eine unfassbar große Lücke in der Musikwelt. Am Sonntag gibt es ab 15 Uhr für zwei Stunden Hits und Seltenes vom genialen Prince.
 

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