Shamir - Ratchet (Ausschnitt Albumcover)

Shamir, Schrottgrenze & Hot Chip | Neue Alben

▷ Letzte Änderung: 2015-05-16
By Sophie [FluxFM] |

Shamir – Ratchet

Shamir - Ratchet Jeder Musikblog der Rang und Namen hat bloggt über den Typen mit der androgynsten aller Stimmen: Shamir Bailey. Nach monatelangem Internethype erscheint nun die Debütplatte Ratchet und der spindeldürre Paradiesvogel muss zeigen, was er kann. Wie schon in den Vorab-Singles „Call it Off“ und „On The Regular“ zu vermuten war, hat Shamir seine ursprünglichen Folk- und Country-Einflüsse links liegen gelassen. Moderner R’n’B trifft hier auf Digi-Synths, unbeschwerte Four-To-The-Floor-Beats auf schräge Melodien. Auch wenn man nur in einem Vorort von Las Vegas aufwächst, krieg man eben anscheinend immer noch genügend Glamour in die Wiege gelegt. Die erste Hälfte von Ratchet lädt zur ausgelassenen Party ein, in der zweiten geht’s dann entspannt in die After Hour. „Ratchet“ ist übrigens ein Slangausdruck und bedeutet so viel wie „Ghetto-Diva, die sich für unwiderstehlich hält, aber nichts zu bieten hat“. Nun, ob Shamir was zu bieten hat, entscheidet ihr, wir finden ihn aber schon ziemlich unwiderstehlich.


Schrottgrenze – Fotolabor 1995-2015

Schrottgrenze - Fotolabor (Albumcover) „Wir haben unser 20jähriges Jubiläum im letzten Jahr verpennt. Aber durch Zufall hat es sich ergeben, dass wir auf einem Konzert von Herrenmagazin zum ersten Mal wieder zusammen gespielt haben… und dann kam die Idee mit der Werkschau.“
 
Was Sänger Alex Tsitsigias hier so lapidar abtut, ist nicht weniger als eine allumfassende Werkschau seiner Band Schrottgrenze, die dieser Tage erscheint. Nachdem sich das Quartett 2010 trennte, war es still um sie geworden. Mit allen Hits und exklusiven Demoaufnahmen kann man jetzt noch mal die bandeigene Entwicklung von Pop-Punk zu Indie-Rock wunderbar nachvollziehen. Neues gibt es auf Fotolabor 1995-2015 ebenfalls zu hören – auch wenn es sich nur um einen einzigen Song namens „Zeitmaschinen“ handelt. Ob das das einzige neue Material bleibt?
 
„Da sind wir uns noch nicht sicher – wir haben schon wieder einiges an Material, an dem wir rumdoktern, aber wir konzentrieren uns jetzt erst mal auf die Konzerte. Wenn wir dann noch Bock haben, gibt’s vielleicht auch was Neues…“


Hot Chip – Why Make Sense?

Hot Chip_Why make sense Es ist das fünfte Album der Engländer, die seinerzeit mit ihrem Debütalbum das Genre Indietronic quasi im Alleingang erfanden. Von den clubgetriebenen Beats haben sich Hot Chip schon vor einer Weile verabschiedet, doch mit Why Make Sense? verwundert das Septett seine Fans dann aber doch ein wenig. Denn was schon immer unter der Oberfläche schwelte, wird jetzt ausgiebig zelebriert. Für Joe Goddard nur logisch:
 
„It feels very natural to us, there’s always been an undercurrent of HipHop-appreciation in some of the rhythms and basslines in some Hot Chip songs.“
 
Why Make Sense? suhlt sich in frühem 90er R’n’B und spielt mit Hip Hop-Beats. Trotzdem klingt dieses Album keine Sekunde nicht wie Hot Chip. Das liegt natürlich an der unverwechselbaren Stimme von Alexis Taylor, aber auch daran, dass die Band einfach ihren Sound gefunden hat, egal in welche Richtung sie geht.

Musikredaktion

Melanie Gollin
Musikredaktion & Programmplanung,
entdeckt neue Musik und kann super Kuchen.

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