Sophie Hunger - Supermoon (Ausschnitt Albumcover)

Sophie Hunger, Blur & White Arrows | Neue Alben

▷ Letzte Änderung: 2015-04-24
By Marc Augustat |

Sophie Hunger – Supermoon

Sophie Hunger Schon seit ihrem ersten Album hatte Sophie Hunger den Ruf einer außerordentlichen Musikerin anhaften. Mit der dritten Platte The Danger Of Light schaffte die Schweizerin 2012 den endgültigen Durchbruch: Sophie Hunger ist sowohl handwerklich als auch in ihrem melodischen Gespür eine allmächtige Songwriterin. Jetzt erscheint die Platte nach dem Durchbruch. Supermoon ist ein dunkles Album. Es glänzt von bluesigen Popsongs wie „Superman Women“, macht aber hauptsächlich Gesichtsgänsehaut. Wie schon beim Vorgänger beobachtet Sophie Hunger die Welt um sich herum kritisch, resigniert, wieder in allen Sprachen, die ihr zur Verfügung stehen. Ging es vorher lediglich um Einzelschicksale, geht es jetzt um nicht weniger als die ganze Welt und den Untergang, auf den sie zusteuert.


Blur – The Magic Whip

Blur Mit dem Soloalbumgeschrummel von Coxon und dem formidablen Side-goes-Mainproject Gorillaz von Albarn ist nun auch mal genug! 2009 haben sich die beiden Brit-Pop-Helden um Blur beim Spaziergang und anschließendem Tee & Gebäck versöhnt – und seitdem hat die Welt auf ein musikalisches Lebenszeichen gewartet. Belohnt werden wir jetzt mit dem neuen Longplayer The Magic Whip. Eine schöne Auswahl wie eh und je. Das 90s Britpop-Erbe wird nicht nur verwaltet, sondern erfrischend wiederbelebt. Blur schwingen zu einprägsamen Beatles-Groove und staubigem 70s Sound durch 12 Songs, von denen kaum einer schwächer daherkommt als der andere. Aufgenommen wurde mit dem altbewährten Produzent Stephen Street auf einer Tourpause in Hong Kong. Das erklärt auch die vereinzelten atischen Einflüsse.


White Arrows – In Bardo

White Arrows Sachen gibt’s: White Arrows-Frontmann Mickey Church hat in New York einen Master in “Schamanismus” absolviert und so ist es wenig verwunderlich, dass der psychedelisch, angehauchte Indie-Pop der White Arrows sehr stark von Mythen und Spirituellem durchzogen ist: Das Album In Bardo heißt so viel wie ‚der Übergang‘ und stellt laut der tibetischen Totenlehre das Jenseits dar. Die Indie-Pop Hymnen führen durch Themen wie Tod, Sex und Religion. Musikalisch wird das untermalt von harmonischen Backing Vocals, tropischen Synthesizern und Sing-Along-Refrains. Ein Album, das euch auf jeden Fall gut auf den Sommer vorbereitet.

Musikredaktion

Melanie Gollin
Musikredaktion & Programmplanung,
entdeckt neue Musik und kann super Kuchen.

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