Auf def-shop.com/streetart-map gibt's die interaktive Karte
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Streetart Map Berlin | Neustart

▷ Letzte Änderung: 2018-11-21
By Nina [FluxFM] |

Berlin ist ein Mekka für Kunst- und Kultur-Fans. Unzählige Museen, Galerien und täglich neue Ausstellungen lassen kaum einen Wunsch offen. Aber auch Berlins Straßen selbst sind Kunst: Streetart-Künstler*innen aus der ganzen Welt, aber auch lokale Größen der Szene haben sich Berlins Hauswände zur Leinwand gemacht und mit überlebensgroßen Kunstwerken die Stadt verschönert. Routen zu den besten Streetart-Spots der Stadt – die gibt’s bei der interaktiven Streetart Map Berlin. Im Sommer ist die Karte der Urban Art online gegangen und sie hat definitiv das Potential, so richtig Farbe in graue Herbsttage zu bringen. Julia Oberlohr hat eine der Entwickler*innen getroffen.

 


"Monkey see, monkey do" von Herakut

„Monkey see, monkey do“ von Herakut

Es sind nur ein paar Schritte vom S-Bahnhof Treptower Park, dann kann ich es mir aus nächster Nähe ansehen. Ein eindrucksvolles Bild an der Wand eines verlassenen, heruntergekommenen Gebäudes: Ein Affe mit einem Stahlhelm auf dem Kopf, der sehr traurig aussieht und einige der Leute, die vorbeilaufen, zum Stehenbleiben bringt. Ich frage sie, warum sie hier einen Halt machen:

„Hier gibt’s viel Graffiti, vor allem aber Tags. Und dann sieht man dieses Kunstwerk, es sticht heraus. Es ist einfach der Affe, sein Gesichtsausdruck, richtig fesselnd – da muss man einfach kurz stehenbleiben.“

Hier treffe ich Lina Korb von der Agentur NeoAvantgarde. Sie hat die Streetart Map mitentwickelt und ihr kleines Töchterchen zum Termin mit dabei. Monkey See, Monkey Do ist der Titel des Kunstwerks von Herakut, einem Künstlerduo, erzählt Lina:

„Sie ziehen schon seit einiger Zeit durch die ganze Welt und malen so große Bilder und wollen damit irgendwann ein ganzes Kinderbuch erzählt haben. Passt auch ganz gut. Findest gut, ne?“

Giant Story Book soll das Buch mal heißen und der Affe, der soll vor Militarismus warnen. Informationen wie diese bekommt man über die Streetart Map, jedes Kunstwerk ist mit einem Pin markiert. Lina erklärt:

„Du klickst auf diesen Pin, dann erfährst du, wer der*die Künstler*in ist, was ungefähr der Hintergrund ist, was zu sehen ist und kannst dir das anschauen.“

 

Elefant Mural

Elefant Mural

Infos zu 46 Murials hat das Team für die Karte zusammengetragen – über die ganze Stadt verteilt:

„Wenn wir uns überlegen eine Interaktive Karte zu machen, da können wir uns nicht nur auf Mitte und Kreuzberg und auf die typischen Kunstwerke konzentrieren. Da will man die ganze Stadt abbilden. Und du hast auch in Tegel diese Plattenbauten, wo man sich auch überlegt hat, wie man’s besonders schön macht. Das ist auch Streetart.“

Das 40 Meter hohe, sehr düstere Bild Bloody Refugee zum Beispiel, aber auch farbenfrohe Werke wie die von The London School mit lachenden Robotern – riesige Gemälde an riesigen Häusern. Insgesamt vier Streetart-Routen gibt es auf der Map zu entdecken: die U1-Tour, eine Route in Tegel, eine an der Stadtbahn und die Nord-Süd Route entlang der U-Bahnlinie 8. Wer keine Zeit hat eine komplette Tour zu machen, für den*die es lohnt sich auch einfach in die Map zu gucken, wenn man mal unterwegs ist – vielleicht liegt das ein oder andere Kunstwerke ohnehin auf dem Weg.

Redaktion

Julia Oberlohr
Spezialgebiet: Kultur, Politik, Stadtleben und alles, was sonst noch so anfällt.

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Ein Kommentar

  1. Peter Lorenz says:

    Hi Flux’ler!
    Zuerst: die Künstlercrew heißt „The London Police“, nicht London School..
    Es gibt schon lange eine App (übrigens auch nicht die erste!) mit StreetArt (und zwar weltweit):
    http://www.berlin.streetartcities.com mit über 400! Berliner StreetArt-Murals als Teil von http://www.streetartcities.com, die von einigen Holländern gegründet wurde und von mir für die Berliner Map gemanagt wird.
    Ich bin auf Instagram #preh #prehstreetart und Facebook pEter.lorenz.
    Liebe Grüße
    Peter Lorenz

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