Everything You've Come To Expect (Albumcover Ausschnitt)
Everything You've Come To Expect (Albumcover Ausschnitt)

The Last Shadow Puppets, Moderat & Yeasayer | Neue Alben

▷ Letzte Änderung: 2016-04-01
By Nina [FluxFM] |
Im Radio:
2. & 3. April 2016
Jede Stunde ein Song

Jedes Wochenende stellt eine andere Band ihr neu veröffentlichtes Album im Radio vor und kündigt die Titel mit Hingabe an. Diesmal präsentieren The Last Shadow Puppets ihr lang ersehntes neues Album Everything You’ve Come To Expect exklusiv im Wochenendspecial – jede Stunde ein Song.

The Last Shadow Puppets – Everything You’ve Come To Expect

The Last Shadow PuppetsAls James Ford letztes Jahr im November in einem Interview verkündete, es gibt ein neues The Last Shadow Puppets Album, war es schon längst im Kasten. Denn 2015 arbeitete der begehrte Produzent einzig und allein am zweiten Album der Last Shadow Puppets – dem gemeinsamen Projekt von Arctic Monkeys-Frontmann Alex Turner und Miles Kane. Auf Everything You’ve Come To Expect passiert nichts ohne Berechnung. Jede Silbe, jedes Gitarrenriff, jedes Streicher-Arrangement: Alles ist minutiös und bis in kleinste Detail geplant. Und als Ganzes wirkt das zweite Album der Last Shadow Puppets fast wie ein großer zusammenhängender Soundtrack. Woran das liegt? Miles Kane und Alex Turner erklären:

“I think that’s always a bit in the things that we do together. Even if we try to get away from it, we still end up doing the twangy guitar and the [Ennio] Morricone thing. I was trying desperately not to do some of that stuff sometimes, but we always end up coming back.”

Uns soll es recht sein.

 


Moderat – III

ModeratSo schlicht und unkreativ sich Moderat bei der Wahl des Albumtitels zeigen, so vielseitig und wandlungsfähig sind die Songs auf III, ihrem – suprise suprise – dritten gemeinsamen Album. Die Betonung liegt hier vor allem auf dem Begriff „Song“: die drei Berliner entfernen sich seit einiger Zeit schrittweise von der klassischen Trackproduktion und fangen an ihre Stücke ganz klassisch zu komponieren – eine Entwicklung, die auf III ihren bisherigen Höhepunkt findet. Der Gesang, und damit vor allem auch die Texte als solches, stehen jetzt noch mehr im Zentrum. Eingängig und tanzbar spielt sich das Kollektiv von TripHop über Elektro bis hin zu klassischem Elektropop durch eine ganze Reihe an Genres. Sie seien erwachsener geworden, sagen sie selbst. Langweiliger wird es aber deshalb kein Stück.

 


Yeasayer – Amen & Goodbye

YeasayerEs wäre doch sehr langweilig, würde man nicht ab und mal etwas komplett Neues versuchen. Für ihr viertes Album geht das amerikanische Trio Yeasayer aus produktionstechnischer Sicht zurück zu den musikalischen Wurzeln. Amen & Goodbye ist auf Tape aufgenommen, klingt deshalb weniger elektronisch als noch der Vorgänger und ist beileibe nicht frei von Fehlern, wie Sänger Anand Wilder diese bewusste Entscheidung der Band erklärt:

“I think we wanted to have some limitations. With modern recording techniques you have unlimited chances to fix things or tune things and we felt like a lot of musicianship was lost or happy accidents. So, for us using tape or keeping in errors was a way to breathe life into something that we found a little bit to perfect.”

Perfektionismus liegt also im Auge des Betrachters – und für Yeasayer gehören Fehler bei einer guten Platte einfach dazu:

“I mean all the music that I’ve ever liked hasn’t been perfect music, except from maybe Bach or something like that. But I think what we’ve always strived for is that kind of meeting point of total chaos and harmony.”

 

Musikredaktion

Daniel Meinel
Spezialgebiet: Interviews, Texte & Snackbär-Wachmann

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