Keine gewöhnliche Heldentruppe: The Umbrella Academy (Quelle: Netflix)
Keine gewöhnliche Heldentruppe: The Umbrella Academy (Quelle: Netflix)

The Umbrella Academy | Breitbild

▷ Letzte Änderung: 2019-02-13
By Ron |

Schnell, stark und mit einer blütenreinen Weste: Superhelden entsprechen oft dem Klischee der strahlenden Retter*in. Dass das auch anders geht, zeigt die neue Netflix-Serie The Umbrella Academy. Tja, und wenn es bei FluxFM um Superhelden geht, dann ist klar, wer sich der Sache annimmt: Ron Stoklas hat reingeschaut.


Der Beitrag hier zum Nachhören:

ACHTUNG: Im Beitrag werden Ereignise erwähnt, die als Spoiler verstanden werden können!


Eine ungewöhnliche Familie

„Möchte vielleicht jemand etwas sagen?“
„Er war ein Monster!“

Diese wenig liebevollen Worte gebühren dem gerade beerdigten Sir Reginald Hargreaves. Weltbekannter Wissenschaftler, Unternehmer und Adoptivvater von Kids, die alle 1989 am gleichen Tag von verschiedenen Müttern zur Welt gebracht wurden. Frauen, die am Tag zuvor kein bisschen schwanger waren.

„Ich bin Adoptivvater sechs solcher Kinder. Gesegnet mit Fähigkeiten, weit jenseits des Normalen. Ich präsentiere: Die Umbrella Academy!“

 

Mehr als 08/15-Superkräfte

Eine Teenager-Heldentruppe mit Kräften, die von extremer Stärke über die Kommunikation mit Toten bis zu Zeitreisen reichen. Eigentlich sind es sogar sieben, eines der Kinder zeigt jedoch keine Spur von Superkräften. Der Familienfrieden bröckelt gewaltig. Seit Jahren ist die Academy zerstritten. Als das lang verschollene Kind Nummer Fünf auftaucht, müssen sie sich zusammenraufen.

„Als ich in die Zukunft sprang und dort stecken blieb, weißt du was ich fand? Absolut gar nichts! Es gibt Leute, die mich daran hindern wollen, dass ich die Apokalypse abwende.“
„Und wann passiert sie meintest du?“
„In acht Tagen.“
„Scheiße.“

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Sprechende Affen und blutige Fights

Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Comic von My Chemical Romance-Sänger Gerard Way und zeigt das Superhelden-Genre auf völlig neue Weise. Neben einzelnen Figuren, wie dem sprechenden Affen Dr. Phinneus Pogo und der Musikauswahl, die teils deutlich mit der Story bricht, besticht die Serie vor allem durch ihren makaberen Dramedy-Ansatz.

„Alles bei uns ist irrsinnig.“
„Ist das mein Rock?“
„Oh, ja. So luftig unten rum.“
„Schön, dass sich hier nichts geändert hat.“

Helden*innen mit Ecken und Kanten

Ein toller Cast um Ellen Page, Mary J. Blidge, Tom Hopper oder Robert Sheehan, eine ausgeflippte, persönliche Superhelden-Geschichte und Charaktere, die eben nicht nur plump draufhauen, sondern vor allem mit ihren Kräften, Beziehungen und Schwächen zu kämpfen haben. Alles Dinge, die The Umbrella Academy zu einer guten Superhelden-Serie machen.

 

Ab dem 15. Februar ist die erste Staffel von The Umbrella Academy beim Streaminganbieter Netflix verfügbar.
Die Comicbände zu The Umbrella Academy sind in Deutschland als Hardcover bei Cross Cult erschienen.

Redaktion

Ron Stoklas
Wortredaktion
Spezialgebiet: Videospiele, Serien, Nerdkram und die ganz anderen Baustellen
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