(Quelle: Screenshot Pixwerk/11 bit studios)

Tower 57 | Daddeltipp

▷ Letzte Änderung: 2017-11-27
By Ron |

In einer Zeit, in der sich Videospiele grafisch immer wieder überbieten wollen, um die Spielerinnen und Spieler zu fesseln, wurde unser Kollege Ron Stoklas zuletzt von einem kleinen Retro-Spiel in seinen Bann gezogen. Gemeint ist das Spiel „Tower 57“, das vor wenigen Tagen erschienen ist. Was ihn daran begeistert, erzählt er euch selbst. Er hat das Spiel für euch angezockt. Hier die Spiel-Kritik zum Test.

ACHTUNG: Im Beitrag werden Ereignisse erwähnt, die von manchen Spielern als Spoiler verstanden werden können.

Den Beitrag von Ron Stoklas gibt es hier zum Nachhören:

Im Amiga-Style back to the 90’s

Das Spiel „Tower 57“ der Berliner Indie-Entwickler „Pixwerk“ ist eine gefühlte Zeitreise in die frühen 1990er. Von der Optik und vom Spielgefühl her, erinnert es nämlich an alte pixelige Amiga-Games. Kein Zufall, wie Thomas Feichtmeir von „Pixwerk“ erklärt. Er ist der Grafiker und Leveldesigner des Spiels.

„Unser Ziel war etwas zu machen, was daran erinnert. Also nicht das man zum Amiga zurückgeht, weil die Erinnerung daran ist eh immer viel krasser und viel besser. Wir haben uns die alten Spiele als Vorbild genommen und versucht den Stiel einzufangen und zudem versucht gewisse Sache zu verbessern.“

Mehr Arcade-Game als Amiga-Klassiker

Den Erinnerungsflashback erzeugt das Spiel durch die Retro-Dieselpunk-Optik im Flair alter 16-Bit-Spiele. Anders als die Amiga-Vorgänger kann es jedoch deutlich mehr Farben darstellen. Zudem nutzen die Entwickler die heutzutage komplexeren Gameplay-Möglichkeiten. Gab es früher nur einen Joystick zum steuern und zielen, verteilt sich dies mittlerweile auf zwei Sticks. Daher erinnert das Game vom Spielgefühl laut Feichtmeir eher an alte Arcade-Automaten.

Drei Agenten gegen den Turm

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der namensgebende „Tower 57“. Diesen gilt es mit einem dreiköpfigen Agententeam, das ihr aus sechs vorhanden Charakteren zusammenstellt, zu infiltrieren. Hier gilt Fingerspitzengefühl, die pixeligen Helden besitzen neben einer Grundwaffe nämlich ganz eigene Fähigkeiten und Waffen – von Scharfschützengewehren bis zu Flammenwerfern ist alles dabei. Dabei habt ihr die Möglichkeit die Helden gezielt zu verbessern.

„Es kommt ein gewisser Managment-Aspekt im Spiel dazu. Wenn man immer nur mit einem Helden spielt und diesen auflevelt, muss man, wenn dieser stirbt mit einem anderen spielen. Und wenn man den nicht aufgelevelt hat, wird das Spiel entsprechend härter.“ – Thomas Feichtmeir von „Pixwerk“

Bloß nicht sterben

Aufleveln heißt übrigens nicht nur die Fähigkeiten der Helden zu verbessern, sondern möglicherweise auch Arme oder Beine zu ersetzen. Diese können nämlich durch Pixel-Geschosse, die über den Bildschirm fliegen, abtrennt werden. Sind alle tot, gilt die Mission als gescheitert und ihr müsst von vorne beginnen.

Überhaupt ist die Gesundheit der Helden immens wichtig. Sobald ihr eine Mission erfolgreich beendet habt, werden eure verlorenen Charaktere nämlich nicht automatisch wiederbelebt. Dazu müsst ihr im Spiel Kugeln sammeln, die ihr an gewissen Punkten einlösen könnt, um die verstorbenen Charaktere wiederbeleben zu lassen.

Kein Spiel mit Samthandschuhen

Ihr müsst aber nicht allein spielen, sondern könnt im Koop-Modus zu zweit versuchen den Turm zu bezwingen. Einfacher wird das Bockschwere „Tower 57“ aber auch im Team nicht – selbst auf der einfachsten Schwierigkeitsstufe ist das Spiel nichts für schwache Nerven. Im Koop-Modus entwickelt sich dabei ein komplett neues Spielerlebnis – und ein noch spektakuläreres Pixel-Feuerwerk. So können die Waffen beispielsweise für Kombo-Angriffe genutzt werden. Zudem gibt es laut Feichtmeir Features, die einem im Solo-Player verborgen bleiben.

„Es gibt Sekundärwaffen wie das Lasso, das zwischen zwei Charaktere gezogen wird. Wenn man sich dann simultan bewegt, kann man sich durch die Gegner durchpflügen.“

Ein Spiel für Retro-Fans

Erschienen ist der Retro-Shooter „Tower 57“ zunächst für PC und Mac. Aktuell arbeiten die Entwickler an der Konsolen-Umsetzung des Spiels. Grundsätzlich gilt: Wer Lust auf auf eine spielerische Herausforderung inklusive einiger Stunden Retro-Feeling hat, wird mit Tower 57 definitiv glücklich werden.

Das komplette Interview mit Thomas Feichtmeir

Neben dem Beitrag gibt es hier noch das komplette Interview mit Thomas Feichtmeir von „Pixwerk“ zum Nachhören. Er ist der Grafiker und Leveldesigner des Spiels.


Spiel: Tower 57
Genre: Shoot-em-up, Action, Indie
Release: 16.11.2017
Plattformen: PC, Mac
Publisher: 11 bit studios
Entwickler: Pixwerk
USK: USK hat noch keine Einstufung vergegeben
Preis: 11,99 Euro (bei Steam)

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Redaktion

Ron Stoklas
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