"Von B nach B" Podcast von Mila Weidelhofer (Foto: Elisabeth Demuth)

Von B nach B | FluxFM Podcast

▷ Letzte Änderung: 2019-10-14
By Elisabeth [Flux FM] |
Im Radio:
6. Oktober bis 4. November 2019
Sonntag 16 Uhr
Montag 21 Uhr
Wachtürme und Zäune, Minen und Selbstschussanlagen

Die Grenze der Deutschen Demokratischen Republik bestand mehr als 28 Jahre, einige wenige konnten aus der DDR fliehen. FluxFM-Redakteurin Mila Weidelhofer trifft in der Sendereihe Von B nach B jede Woche auf Zeitzeug*innen die von Ost nach West geflohen sind.

Folge 1 : Mit dem Bus in die Freiheit

An Pfingsten 1989, ein halbes Jahr vor der Grenzöffnung, flieht die 23-jährige Antonia Herzog alleine über die Grüne Grenze in Ungarn. Ihr Ziel: West-Berlin, denn dort wohnt ihr Ehemann Robert. Sie wird auf ihrer Flucht missbraucht und hintergangen, doch sie denkt gar nicht daran aufzugeben.

Folge 1 und Bonusmaterial

Folge 2: Bei Nacht und Nebel gen Osten

1938 wird Joachim Rudolph im heutigen Polen geboren. Seine Familie flieht nach dem Krieg 1945 nach Ost-Berlin. Er wächst als Halbwaise im Prenzlauerberg auf. Als 1961 die Mauer gebaut wird ist für ihn klar: Hier bleiben, nein danke. Gemeinsam mit seinen besten Freunden sucht er eine Lücke im Stacheldrahtzaun und wird im Dorf Lübars fündig.

Folge 2

Folge 3: Ein Leben in Akten


Im Jahr 1970 wird die junge Kellnerin Tatjana Sterneberg auf einen italienischem Gast aufmerksam. Antonio ist West-Berliner und pendelt zwischen den Welten. Als sich die beiden verlieben und Tatjana einen Ausreiseantrag stellt, gerät die junge Kellnerin in das Visier der Stasi und wird zwei Jahre lang auf Schritt und Tritt verfolgt, bis sie schließlich ins Gefängnis Hoheneck gesperrt wird.


Folge 3

Folge 4: Der Fluchthelfer


Der junge Burkhart Veigel verlässt im Frühjahr 1961 seine Heimat Stuttgart und beginnt sein Medizinstudium an der Freien Universität Berlin. Als die Grenze zu Ostberlin am 13. August 1961 geschlossen wird, fängt Veigel an, Menschen von Ost nach West zu schleusen. Als Teil der bekannten Girrmanngruppe holt er Menschen mit Hilfe von Pässen und Tunneln in die Freiheit. Fast 10 Jahre lang schleust Veigel auf verschiedensten Wegen rund 650 Menschen aus dem Freiluftgefängnis DDR in die BRD.


Folge 4

Folge 5: Blindes Vertrauen


Christel Jung versucht in den 70er Jahren zusammen mit ihren kleinen Sohn in den Westen auszureisen. Eigentlich ist das kein Problem, denn Christel ist sehbehindert und die DDR würde sie liebend gerne loswerden – ihr Sohn darf allerdings nicht ausreisen. Also beschließt Christel Jung, trotz ihrer Sehbehinderung, zu fliehen.⁠


Folge 5

 
Die erste Staffel „Von B nach B“ wurde von ze.tt veröffentlicht – alle Folgen findet ihr hier: soundcloud.com/vonbnachb

Wortredaktion

Mila Weidelhofer
Wortredaktion
Spezialgebiet: Feminismus, Innenpolitik, Rückrufe und Feierabendbier auf der Dachterrasse”

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4 Kommentare

  1. Andreas says:

    Hallo,

    ich habe gerade den ersten Teil der Reihe Von B nach B gehört. Sehr spannend, sehr intensiv und und und… Freue mich sehr auf die weiteren Folgen – wie auf fast alles auf diesem geilen Sender!

    Ps spannend ist auch die Perspektive/Begleitung durch Mila Weidelhofer, die die Zeit ja nicht selber mitbekommen hat (wegen ihres Alters), kontrastierend mit meiner eigenen Perspektive, der die Zeit miterlebt hat (wegen seines Alters ;-). ). Sehr klasse, weiter so.

    Gruß, Andreas

    • Mila Weidelhofer says:

      Danke für die lieben Worte! Die Folgen zu produzieren und vorzubereiten macht auch großen Spaß. Am Ende sind es aber immer die Interviewgäste die einfach toll erzählen können und damit dem Ganzen Leben einhauchen.

  2. Simona says:

    Ich habe mir gerade Antonias Geschichte angehört. Ich fand sie sehr bewegend, zumal ich Antonia persönlich kenne. Ich wusste wie sie in den Westen gekommen ist, aber es noch einmal so zu hören ist sehr emotional und bringt vieles was man schon vergessen hatte, wieder hervor. Super erzählt.
    Liebe Grüße Simona

  3. Eva says:

    Großen Respekt vor Tatjana Sternberg und Antonio, die für ihre Liebe so mutig eingestanden sind.( Und was Antonio als lebenslustiger Süditaliener in der DDR auf sich genommen hat für seine große Liebe) Schade, dass die Nachwirkungen der unmenschlichen Umstände letztlich zum Scheitern der Ehe führten. Dennoch: mach weiter , Tatjana, gegen das Vergessen der Opfer, insbes.der weiblichen. Das fördert die Versöhnung, nicht das Wegschweigen und Manipulieren, das mir wie eine Art des “ Victim Blaming “ vorkommt. Denn Erinnern und Mahnen: nur dadurch kommt Vergebung und Aussöhnung.
    Herzlich, Eva Jg.1961, von Frankfurt nach Berlin gezogen Oktober 1988

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