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Wie mit schlechten Nachrichten umgehen? | Interview

"Was negative Nachrichten mit unserem Denken machen und wie wir uns davon befreien."

09.03.2022 Katia Berg, Sascha Schlegel

Der Krieg in der Ukraine, die Pandemie, die Klimakrise – im Minutentakt prasseln schlechte Nachrichten auf uns ein, die Folge: Wir fühlen uns oft hilflos, ängstlich und ohnmächtig. Doch das können wir ändern, sagt die Journalistin und Autorin Ronja von Wurmb-Seibel in ihrem neuen BuchWie wir die Welt sehen.  

Zahlreiche Studien zeigen, dass es nicht gut tut, sich einem endlosen Strom von schlechten Nachrichten auszusetzen – denn die ausgelösten Emotionen haben Folgen, erklärt Ronja: “Es gibt teilweise das Gefühl der Apathie, also dass wir gar nicht mehr fühlen.”

Gelernte Hilflosigkeit heißt dieses Phänomen - und das Gefühl kann auch auf andere Bereiche überschwappen, in den Beruf oder ins Privatleben. Gegensteuern ist aber möglich. Der erste Schritt: den eigenen Nachrichtenkonsum beobachten und hinterfragen. Wichtig in dem Kontext: auf den Inhalt der Nachrichten achten und Ausschau halten nach Informationen, die Mut machen. Aktuell zum Beispiel die enorme Hilfsbereitschaft gegenüber ukrainischen Geflüchteten oder Menschen, die zivilen Widerstand leisten. Genauso die Russ:innen, die trotz des großen Risikos gegen den Krieg auf die Straße gehen. Der Fokus auf das Positive heißt dabei nicht, dass alles Negative ausgeblendet wird, im Gegenteil. 

Katia Berg und Sascha Schlegel haben mit  Ronja von Wurmb-Seibel gesprochen. 

Interview mit Ronja von Wurmb-Seibel anhören:
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