Cult of the Lamb im Test | DaddeltippCult of the Lamb im Test | Daddeltipp
Ein kleines Lamm als zentale Figur einer Sekte. Massive Monster / Devolver Digital
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Cult of the Lamb im Test | Daddeltipp

Vom Opferlamm zum tierischen Sektenführer

24.08.2022 Ron Stoklas

Games und Religion sind so eine Sache - die Beziehung ist durchwachsen. Mit Cult of the Lamb ist ein Spiel erschienen, dass nichts daran ändern wird. Als kleines Lamm gründet ihr eine eigene okkulte Gruppe – nichts mit Gelobet sei der Herr, mein Gott. Unser FluxFM-Gameboy Ron Stoklas ist in die Rolle des Sektenlamms geschlüpft.

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Auferstanden von den Toten

Es beginnt mit eurem Ende und das wortwörtlich. Als Opferlamm werdet ihr in Ketten gelegt, in einen rituellen Opferkreis geführt und hingerichtet. Doch das Ende ist erst der Anfang. Statt im Jenseits steht ihr plötzlich vor einer Kreatur namens Jener, der wartet. Dieser schenkt euch neues Leben, wenn ihr einen Kult in seinem Namen gründet. Ein Deal, der natürlich angenommen wird.

Cult of the Lamb: Möge das Lamm mit euch sein!

Von hier an schlüpft ihr im Spiel Cult of the Lamb in die Rolle eines Waffen schwingenden Lamms, das eine okkulte Gruppe aufbaut. Damit der Kult wächst, geht ihr auf Metzeltour durch zufallsgenerierte Dungeons. Hier warten die verschiedensten Monster auf euch, darunter Skelettkrieger, Kröten und Feuer spuckende Würmer. Auf eurem Weg durch die mehrstufige Level haut ihr aber nicht nur Monster weg, sondern erspielt auch Ressourcen, neue Waffen und Fähigkeiten sowie potenzielle Anhänger. Wenn ihr sie befreit, könnt ihr sie anschließend für euren Kult konvertieren.

Roquelike trifft Aufbausimulation

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Hier mischt Cult of the Lamb verschiedene Genre. Das Spiel ist mehr als das eben beschriebene Action-Roquelike. Es ist auch ein Aufbauspiel. Ihr müsst die Basis des Kults mit Tempel, Opferaltar und Kochstelle errichten und verwalten. Es gilt dabei die Bedürfnisse eurer Anhänger zu befriedigen. Ohne Schlafplatz, sinkt ihr Glaube an euch. Fehlt es an Nahrung oder Exkremente liegen herum, sinkt ihr Glaube und sie werden krank. Opfert ihr eure Schäfchen, ihr ahnt es, sinkt der Glaube. Aber Glaube ist alles. Darüber generiert ihr Punkten, mit denen ihr Gebäude freischalten könnt. Ist das Vertrauen in den Kult zudem zu gering, beginnen sie zu zweifeln und verlassen euch möglicherweise.

Fazit: Ein tierisch gutes Indie-Game

Trotz des düsteren Hintergrunds ist Cult of the Lamb unglaublich süß. Eure Anhänger sehen zum Beispiels aus wie putzige Elche, Kühe oder Hasen. Neben dem Artwork sticht das geniale Sounddesign hervor. Spielerisch ist es zudem euch überlassen, ob ihr als friedvoller Prophet oder blutdurstiger Sektenführer auftretet. In Cult of the Lamb geht beides – und das macht verdammt viel Spaß! Damit ist das Game ein echtes Indie-Highlight!

Cult of the Lamb von Entwicklungsstudio Massive Monster und Publisher Devolver Digital ist für den PC und allen gängigen Konsolen erschienen. Kostenpunkt: rund 23 Euro.