
Designer der neuen Euro-Scheine im Interview: So entstand der deutsche Entwurf
Neue Euro-Scheine: Hinter diesem Entwurf steckt ein Designbüro aus Regensburg
03.08.2026 Matti Geyer
Seit einigen Tagen können wir über das Aussehen der neuen Euro-Banknoten abstimmen. Vielleicht habt ihr schon mitgemacht oder zumindest online den einen oder anderen Entwurf gesehen. Zur Auswahl stehen zwei Designrichtungen: Entweder zeigen die Scheine auf der Vorderseite europäische Vogelarten und auf der Rückseite die Gebäude der EU-Institutionen – oder bekannte Europäer*innen auf der Vorderseite und kulturelle Orte auf der Rückseite. Für beide Themen gibt es mehrere Designvorschläge.
Einer der Entwürfe stammt aus Deutschland, genauer gesagt aus Regensburg. Das Designbüro Goto hat sich gegen mehr als 1.200 Einreichungen durchgesetzt. Goto steht für die beiden Designer Gisela Goppel und Florian Toperngpong.
Alle ausgewählten Designer*innen konnten anschließend entweder die Vogel-Serie, die Serie mit bekannten Europäer*innen oder auch beide gestalten. Das Duo aus Regensburg hat tatsächlich beide Varianten entworfen. In die Endauswahl geschafft hat es aber ihr Konzept mit den Vögeln – und darin steckt jede Menge Recherche.
Bei der Farbgebung haben sich die beiden für besonders kräftige Töne entschieden. So soll zum Beispiel der rote Zehn-Euro-Schein im Portemonnaie schneller ins Auge fallen. Spannend ist außerdem die Verbindung zwischen Vorder- und Rückseite. Denn auf den ersten Blick haben Vögel und EU-Institutionen wenig miteinander zu tun.
Beim Zehn-Euro-Schein fällt vorne zum Beispiel ein Wassertropfen neben dem Vogel ins Wasser. Derselbe Tropfen taucht auf der Rückseite neben der Europäischen Kommission wieder auf. Die Idee: So wie ein einzelner Tropfen Wellen auslöst und das große Ganze beeinflusst, bringt auch die Kommission Gesetze auf den Weg und gestaltet Europa mit.
Auf dem Fünf-Euro-Schein finden sich vorne und hinten Wassermoleküle. Sie stehen sinnbildlich für das Europäische Parlament. So wie unzählige Moleküle ständig aufeinandertreffen und miteinander interagieren, kommen dort viele unterschiedliche Stimmen und Meinungen zusammen.
Im Internet kommt der Entwurf gut an. In den sozialen Medien gehört das Regensburger Design zu den am häufigsten geteilten Vorschlägen. Wer selbst mitentscheiden möchte, wie die künftigen Euro-Scheine aussehen sollen, kann noch bis zum 21. September auf der Website der Europäischen Zentralbank abstimmen.



















