
Jaeyla | FluxFM Radar
vom 09.07.2026
08.07.2026 Celina Riedl
AUF DEM RADAR: #92 Jaeyla
Vor fünf Jahren zieht Jaeyla frisch aus der Schule direkt nach Berlin. Eine laute, rastlose Stadt, die im starken Kontrast zu ihrer ländlichen Heimat steht. Genau diese Gegensätze prägen heute ihre Arbeitsweise. Erste Songskizzen und Melodien entstehen oft ganz beiläufig – als Notiz auf dem Handy, während sie mit Kopfhörern in der Bahn sitzt.
Obwohl sie seit zwei Jahren eng mit dem Produzenten Michael Kümpa in dessen Studio arbeitet, bleibt ihr Berliner Schlafzimmer ihr wichtigster kreativer Rückzugsort. Hier gibt es keine Grenzen und niemanden, der urteilt. Es ist der Raum, in dem sie sich ausprobieren kann, ohne sich selbst zu zensieren.
FluxFM Radar
Jaeyla
Die eigene Musik als Projektionsfläche
Inhaltlich geht Jaeyla bewusst eigene Wege. Anstatt sich den klassischen Pop-Themen wie Liebe und Beziehung zu widmen, fasziniert sie die Auseinandersetzung mit sich selbst. Ausgerechnet der ständige Trubel der Hauptstadt befeuert dabei ihre introspektiven Texte. In Berlin ist zwar immer viel los, verrät Jaeyla im Interview, aber die ruhigen Momente fühlen sich hier durch den extremen Kontrast oft noch einsamer an als auf dem Dorf.
Genau diese melancholischen Momente wandelt sie in etwas Positives um. Ihre Songs sollen als offene Projektionsfläche dienen, in die Hörer*innen ihre eigenen Geschichten hineininterpretieren können. Kathartisches Songwriting-Ventil für die Einen, Lebensweisheit für die Anderen – klassische Win-Win-Situation.
Ihre Liebe zur textlichen Tiefe, zur Unabhängigkeit und zum Alleinsein bündelt Jaeyla aktuell auf einer brandneuen EP "They Call Me A Loner".
