
"Heated Rivalry": Mehr als ein Internet-Hype, ein queerer Lichtblick | Breitbild Serienkritik
Die queere Eishockeyserie aus Kanada startet am 06.02.2026 bei HBO Max in Deutschland - ein Glücksfall queerer Repräsentation
06.02.2026 Ron Stoklas
Wenn es um queernes im Sport geht, ist es vor allem in der Sportwelt der Männer noch ein vermeintlich Tabu. Kaum ein Athlet outet sich und in Arenen werden queere Begriffe leider auch in 2026 noch als Beleidigung verwendet. Und dann erscheint plötzlich eine Serie, die alles auf den Kopf stellt: Heated Rivalry!
Die Serie über zwei Eishockeyprofis, queerer Liebe und wilden Sex hat sich seit ihrem Release Ende 2025 in den USA und Kanada zur queeren Hype-Serie entwickelt. Am 06. Februar 2026 startet die Show in Deutschland bei Streaminganbieter HBO Max. FluxFM-Serienchecker Ron Stoklas hat reingeschaut.
FluxFM-Kritik: Mehr als nur ein Hype, ein queerer Lichtblick!

Heated Rivalry ist eine Show gegen den gesellschaftlichen Trend. Während vor allem in den USA, ehrlicherweise aber auch weltweit, konservative Kräfte versuchen, queere Rechte einzuschränken, bringt die kanadische Serie queere Lebensrealitäten ins Fernsehen. Und das in Kombination mit einer Sportart, die nur so vor Männlichkeit strotzt: Dem Eishockey!
Im Fokus stehen der Kanadier Shane Hollander, ein echter Goldjunge und Vorzeigeathlet, und der Russe Ilya Rozanov, ein Rebell und Draufgänger. Zwei talentierte Sportler, die wir in der Serie nicht nur auf dem Eis beobachten, sondern auch beim geheimen und hemmungslosen wälzen in den Laken.
Mehr als queerer Sex - ein Blick die Realität im Sport

Die Serie ist eine Adaption der Game Changers-Buchreihe der kanadischen Autorin Rachel Reid. In den Büchern geht es, wie auch in der Serie, nicht nur um die beiden Rivalen, die in klassischer Enemies-to-Lovers-Manier zueinander finden und dabei Hindernisse überwinden müssen.
Heated Rivalry befasst sich aber auch mit der Wahrnehmung und Beurteilung von Queerness im männlichen Profisport. Sei es toxisches Klima in der Umkleide, die Dauerbeobachtung durch Fans und Presse oder aber der Druck nicht nur sportlich abliefern zu müssen, sondern zudem nach außen auch immer und überall heteronormativen Idealen zu entsprechen.
Fazit: Startpunkt für einen Diskurs über Queerness im Sport
Heated Rivalry ist mehr als nur ein Internet-Hype um die radikal explizite Darstellung von queerem Sex. Die Serie präsentiert nicht nur die inneren Konflikte ihrer Figuren und ihren Wunsch nach Anerkennung, sie hat es auch geschafft, dass öffentlich über das absurde Tabu der queeren Liebe im männlichen Sport gesprochen wird. Die Serie allein wird das festgefahrene Bild von Männlichkeit im Sport zwar nicht ändern, sie schafft aber einen Diskurs, der wichtig ist - und damit auch ein Lichtblick für queere Athleten.



















