
"Coyote vs. ACME" - Ein Looney-Tunes-Film, der viel zu gut für den Giftschrank ist | Breitbild
Gerichtsfilm trifft Gesellschaftssatire - der neue Film aus dem Looney-Tunes-Universum begeistert (zum Glück) im Kino
16.09.2026
Diesen Film sollte nie jemand sehen - die Rede ist von Coyote vs. ACME! Für geschätzt 70 Millionen US-Dollar produziert, wollte Filmstudio Warner Bros. den fertigen Film Ende 2023 im sogenannten Giftschrank verschwinden lassen. Der Film hätte dadurch nie veröffentlicht werden dürfen - weder im Kino, noch im Stream, nirgendwo. Alles nur, um eine Steuerabschreibung geltend zu machen.
Es folgte eine Welle der Empörung - bei den Filmschaffenden und bei den Fans der Looney Tunes, die mit Figuren wie Bugs Bunny, Duffy Duck oder aber auch dem Road Runner sowie Wile E. Coyote (im deutschen Willi Kojote) zu den beliebtestens Zeichtentrickfilmreihen gehören. Jetzt gibt es das Happy End: der Film wurde vom Indie-Studio Ketchup Entertainment freigekauft. Passend zum Kinostart von Coyote vs. ACME am 17.09.2026 nimmt uns FluxFM-Filmexperte Ron Stoklas mit ins Kino.
FluxFM-Kritik: Ein Looney-Tunes-Film, zu gut für den Giftschrank
Ein kurzes Miep Miep als traumatisches Geräusch. Für Willi Kojote seit Jahren Realität. Es ist das Letzte, was er hört, wenn mal wieder ein Plan, den Road Runner zu fangen, scheitert. Zur seelischen Qual kommen Verletzungen aller Art - häufig verursacht durch fehlerhafte Produkte der ACME-Corporation, der mächtigsten Firma der Looney-Tunes-Welt. Sie stellen alles her, was der Kojote benutzt - darunter Bomben, die zu früh explodieren und unkontrollierbare Raketen-Rollschuhe. Schließlich reicht es Willi, er engagiert den erfolglosen Anwalt Kevin Avery, um ACME vor Gericht zu bringen.
Kevin Avery: "Die ACME Corporation gibt gefährliche Produkte in die Hände von Cartoonfiguren."
Foghorn Leghorn: "Gibt es irgendjemanden hier im Saal und den es interessiert, was mit diesen Kojoten passiert?"
Gerichtsfilm trifft auf Gesellschaftssatire trifft auf Loney Tunes
Es ist ein ungleiches Duell: Ein Cartoon-Kojote, der in der felsigen Wüste im Südwesten lebt, gegen eine Firma, die wahrscheinlich mehr Geld besitzt als Elon Musk und Jeff Bezos zusammen. Aber ganz ehrlich - die Prämisse zwischen Gerichtsfilm und Satire ist grandios: Coyote vs. ACME hinterfragt - basierend auf einem gleichnaigem The New Yorker Artikel aus dem Jahr 1990 - auf absurde Weise, wie sich Konzerne nicht nur ein Stück, sondern den ganzen Kuchen auf Kosten aller nehmen. Passend wirkt der Film wie ein Seitenhieb gegen Warner Bros. Das Studio hat den Streifen ursprünglich produziert, statt ihn jedoch ins Kino zu bringen, sollte er als Steuerabschreibung eingemottet werden.
Werbesprecher: "Die Acme Corporation veröffentlicht diesen Film ausschließlich zu buchhalterischen Zwecken. Wir distanzieren uns ausdrücklich von den dargestellten Handlungen."
Fazit "Coyote vs. ACME": Dieser Film ist im besten Sinne looney!
Zum Glück wurde Coyote vs. ACME aus dem Giftschrank gerettet. Der Film ist nicht nur eine clevere Satire, sondern vor allem eine Liebeserklärung an die Looney Tunes. Überall stecken Details und bekannte Figuren wie Bugs Bunny, während Will Forte, John Cena und Lana Condor das Zeichentrickchaos in der echten Welt erden. Kurz gesagt: ziemlich looney – und ziemlich liebenswert.
Film: Coyote vs. ACME | Kinostart: 17.09.2026 | Länge: 98 Minuten | Altersfreigabe: FSK 6 | Regie: Dave Green | Drehbuch: James Gunn, Jeremy Slater, Samy Burch | Cast: u.a. John Cena, Lana Condor, Will Forte | Verleih: Ketchup Entertainment (USA), Capelight Pictures (Deutschland)
Mehr Kino im FluxFM-Programm
Das Breitbild zu Coyote vs ACME wurde erstmals am 16.09.2026 im FluxFM-Programm ausgestrahlt.



















