
"Teenage Sex and Death at Camp Miasma" - Zwischen Blutbad und Orgasmus | Breitbild
In Cannes gefeiert, jetzt im Kino - "Akte X"-Star Gillian Anderson brilliert als Final Girl einer fiktiven Slasher-Reihe
20.08.2026 Ron Stoklas
Im Mai hat der Film Teenage Sex and Death at Camp Miasma bei den Filmfestspielen von Cannes eine umjubelte Weltpremiere gefeiert - am 20.08.2026 startet der Streifen in den deutschen Kinos. Unter anderem mit dabei: Schauspielerin Gillian Anderson, bekannt für ihre Rolle als Agentin Scully in der Show Akte X oder als Sextherapeutin in der Serie Sex Education. Im Film von Jane Schoenbrun verschlägt es sie in ein tödliches Feriencamp. Zum Kinostart liefert Ron Stoklas die FluxFM-Kritik.
FluxFM-Kritik: Eine blutige wie feminister Ode an den Slasher
Die Slasher-Formel ist simpel: Ein Killer entledigt sich auf brutale Weise einer Gruppe, meist junger Menschen. Das gilt auch für die fiktive 1980er-Filmreihe Camp Miasma. Nach diversen Fortsetzungen kränkelt das Franchise um Killer Little Death jedoch, zudem wird die Reihe im Web für eine transphobe Note kritisiert. Um Filmfans zu besänftigen – und idealerweise einen erfolgreichen Reboot zu realisieren –, holen die Studiobosse die junge, queere Filmemacherin Kris an Board. Sie soll der Slasher-Reihe neues Leben einhauchen. Als Fan des Originals hat sie eine klare Vision.
Kris: "I don't wanna make another sequel in the franchise. I don't want to make a remake of a remake of a remake."
Gillian Anderson als glamouröses und sinnliches Final Girl
Kris will Camp Miasma zurück zu den Wurzeln bringen. Dafür kontaktiert sie das Final Girl des ersten Films: Miasma-Ikone Billy Presley, glamourös und sinnlich gespielt von Gillian Anderson. Diese hatte sich nach dem Erfolg des Films an einen ungewöhnlichen Ort zurückgezogen. Sie lebt im Ferienlager, das einst als Drehort diente.
Kris: "How did you choose to live at the abandoned sleepway Camp from the first film?"
Billy: "Someone's got to be here when little comes back…"
Kris: "Little Death isn't real."
Fazit: Ein psychosexueller Meta-Slasher über die weibliche Lust
Auf dieser Grundlage entwickelt sich Teenage Sex and Death at Camp Miasma zu einem psychosexuellen Meta-Slasher, der Stück für Stück die Realität der Filmwelt mit der Franchise-Fiktion vermischt.
Was im Horror-Genre schnell zum Klischee wird, nutzt der Film von Jane Schoenbrun, um gezielt über weibliche Lust und Selbstbestimmung zu erzählen. Das Ergebnis ist ein wilder, queerer Kinofilm, der sein Genre liebt und es trotzdem ordentlich auf den Kopf stellt.
Film: Teenage Sex and Death at Camp Miasma | Kinostart: 20.08.2026 | Länge: 112 Minuten | Altersfreigabe: FSK 16 | Regie & Drehbuch: Jane Schoenbrun | Cast: u.a. Hannah Einbinder, Gillian Anderson, Jack Haven, Patrick Fischler | Verleih: MUBI Deutschland




















