
"Medien tun nicht gut an Reporter-Ossi-Tourismus" | Marieke Reimann im Interview
Die Journalistin blickt in ihrem Buch "Zweite Wende" auf die Kluft zwischen Ost und West, den Blick westdeutscher Medien auf die ostdeutschen Bundesländer und die Frage der Ost-Identität
31.08.2026 Ron Stoklas
Ost oder West – ist das 36 Jahre nach der Wiedervereinigung eigentlich noch ein Thema? Marieke Reimann sagt: Definitiv! Die Journalistin und Autorin beschäftigt sich in ihrem neuen Buch Zweite Wende - Warum Ostdeutschland uns alle angeht mit den alten und neuen Gräben innerhalb der Bundesrepublik – und mit der Frage, warum Ostdeutschland bis heute oft als Sonderfall betrachtet wird, sei es politisch, medial oder wirtschaftlich.
FluxFM-Redakteur Ron Stoklas hat mit Marieke Reimann über ihre Forderung nach einer zweiten Wende, den westdeutsch geprägten Blick auf Ostdeutschland sowie die Bedeutung von ostdeutscher Identität - und wie unterschiedlich verschiedene Generationen diese für sich nutzen gesprochen. Zudem sprechen die beiden über gesellschaftliche und politische Entwicklungen in den fünf Ost-Bundesländern.
Zur Person: Marieke Reimann wurde 1987 in Rostock geboren. Bereits während ihrer Schulzeit begann sie für die lokalen Medien zu arbeiten. Später machte sie Karriere als Journalistin in westdeutschen Medien – unter anderem als Chefredakteurin von ze.tt (dem ehemaligen ZEIT-Angebot für junge Menschen) und als zweite Chefredakteurin des SWR. In Zweite Wende wagt sie einen Blick auf den Status quo wenn es um noch immer bestehenden Unterschiede zwischen Ost und West geht, sondern bringt dabei auch persönliche Erfahrung ein.



















