
"Obsession – Du sollst mich lieben" - Eine unheimliche Genre-Perle | Breitbild
Filmemacher Curry Barker gelingt eine faszinierende Genre-Perle - vor allem Hauptdarstellerin Inde Navarrette spielt furios auf
26.06.2026 Ron Stoklas
In einer Zeit, in der Filme schnell hunderte Millionen kosten, horchen wir natürlich auf, wenn ein Film für Furore sorgt, der nur 750.000 US-Dollar gekostet hat. Die Rede ist von Obsession – Du sollst mich lieben. Mehr als 330 Millionen US-Dollar (Stand: 24.06.2026) hat der Film bereits eingespielt - mehr als das 440-fache seines Budgets. Noch nie zuvor hat ein Film, der für unter einer Million US-Dollar produziert wurde, so viel Geld eingespielt. Zum deutschen Kinostart des Horror-Phänomens nimmt uns FluxFM-Filmexperte Ron Stoklas mit ins Kino.
FluxFM-Kritik: Kleines Budget, aber riesiger Erfolg
Wünsche können nicht nur in Erfüllung gehen - sie können auch furchteinflößende Konsequenzen haben. Das muss Bear lernen. Er ist seit einer Ewigkeit in Nikki verknallt. Weil er aber weder den Mut hat, sie nach einem Date zu fragen, noch eine realistische Chance besteht, wünscht er sich ihre Zuneigung mittels einem mystischen Artefakt: einem One Wish Willow.
Bear: "One Wish Willow. Du hast nur einen Wunsch. Ich wünsche mir, dass Nikki Freeman mich mehr liebt als alles andere."
Es folgt keine romantische Lovestory, sondern albtraumhafte Zuneigung im Wahnzustand. Nikki ist regelrecht besessen von ihm. Der Horrorfilm von Regisseur Curry Barker, der zur aktuellen Generation an Filmschaffenden gehört, die aktuell nach Erfolgen auf YouTube auf die große Leinwand wechseln, ist dabei mehr als ein Streifen der Marke “Pass auf was du dir wünscht” - Obsession handelt von emotionaler Manipulation und toxischen Beziehungsmustern. Das wahre Grauen ist dabei nicht die Liebeskranke Nikki, sondern der vermeintliche Good Guy Bear. Sein eigensinniger Wunsch verwandelt sie in ein Monster.
Bear: "Du bist so wunderschön. Und du warst normal… Du bist normal. Aber das ist nicht okay Nikki. Magst du mich?"
Nikki: "Bear, ich … Ich liebe dich!"
Bear: "Nein. Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Magst du mich? Magst du mich wirklich? Ist Nicky glücklich?"
Nikki: "Ja, ich bin deine Freaky Nikki."
Getragen wird der Film vom Duo im Mittelpunkt: Bear, dargestellt von Michael Johnston, und Nikki, furios gespielt von Inde Navarrette. Vor allem ihre Performance ist das verstörende Highlight des Films - eine Leistung, die die US-Amerikanerin zur Oscar-Kandidatin macht!
FluxFM-Fazit zu Obsession: Mehr als ein Hype - eine Genre-Perle
Obsession – Du sollst mich lieben lässt einen nicht nur aufgrund des übersinnlichen Twists, sondern vor allem durch die Beziehung ihrer Figuren erschauern - wohlgemerkt mit ein paar absurd witzigen Szenen. Der Film von Curry Barker ist mehr als ein Hype. Es ist eine Genre-Perle und der wohlverdienteste Überraschungserfolg des Kinojahres!
Film: Obsession – Du sollst mich lieben | Kinostart: 25.06.2026 | Länge: 109 Minuten | Altersfreigabe: FSK 16 | Regie und Drehbuch: Curry Barker | Cast: u.a. Inde Navarrette, Michael Johnston



















