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Colin und Ray erleben in "Pillion" eine etwas andere Liebesgeschichte ELEMENT PICTURES PLN LIMITED, BRITISH BROADCASTING CORPORATION AND THE BRITISH FILM INSITUTE, 2025

"Pillion" - Melancholische Liebesgeschichte mit Leder-Outfits und Butt-Plugs  | Breitbild Kritik

Harry Melling und Alexander Skarsgård erkunden in "Pillion" als queeres Leinwandpaar die Welt der BDSM-Szene

26.03.2026 Ron Stoklas

Mit Heated Rivalry hat es jüngst eine queere Serie geschafft, Fans weltweit zu begeistern. Das Erfolgsrezept: Eine schwule Liebesgeschichte und ganz viele sexy Szenen. Ebenfalls in die Kategorie des queeren und definitiv anregenden Kinos zählt der Film Pillion (Kinostart: 26.03.2026 / Weltkino Filmverleih).

Allerdings erzählt der Film vom Regisseur und Drehbuchautor Harry Lighton alles andere als eine softe Love-Story. Mit Harry Melling und Alexander Skarsgård in den Hauptrollen liefert Pillion eine einen Ausflug in die Welt des BDSM. FluxFM-Filmexperte Ron Stoklas mit der Kritik zum Film.

FluxFM-Kritik zu "Pillion": Filmischer Deepdive in die BDSM-Welt

Ray: "Was soll ich nur mit dir machen?"
Colin: "Was immer du willst…"

Es ist der Auftakt einer ungewöhnlichen Lovestory. Der schüchterne Colin trifft in einer Bar auf Ray. Groß, Motorradfahrer und dominant veranlagt. Statt einer Romcom präsentiert Pillion in der Folge eine queere DomCom. Es ist ein filmischer Deepdive in die BDSM-Welt - inklusive Halsbändern, Leder-Outfits, Butt-Plugs und klaren Regeln.

Harry Melling und Alexander Skarsgård als queeres Leinwandpaar

Basierend auf dem Roman Box Hill hat Filmemacher Harry Lighton die Geschichte mit ein paar Änderungen adaptiert. Mit Blick auf die Beziehung von Colin und Ray bleibt sich die Story jedoch treu. Es geht nicht nur um das Erkunden und Ausleben des sexuellen Kinks. sondern auch um die emotionale Achterbahn, die das Paar durchlebt. Für den Schweden Alexander Skarsgård, der Biker Ray spielt, erzeugt die Beziehungsdynamik des Paares eine besondere Spannung.

"Es soll sich unkonventionell anfühlen, wirkt für viele aber befremdlich. Trotzdem will man Momente, in denen Leute denken: „Oh, irgendwie mag ich die beiden zusammen.“ Es gibt da eine gewisse Zärtlichkeit oder süße Momente. Das hat mich begeistert." - Alexander Skarsgård über die Beziehung von Colin und Ray

BDSM-Hilfe für Melling durch den Gay Bikers Motorcycle Club

Sowohl für Skarsgard als auch Co-Star Harry Melling war die BDSM Szene Neuland. Vor allem für Melling war es eine besondere Challenge. Um die Rolle von Sexsklave Colin zu meistern, vermittelte ihm Regisseur Harry Lighton einen Kontakt zum Gay Bikers Motorcycle Club.

"Ich konnte Zeit mit ihnen verbringen. Und sie waren so großzügig, mir Einblicke in ihre Erfahrungen zu geben und mir zu zeigen, was Collin durchmachen muss – zum Beispiel Stiefel zu lecken. Das war ein wichtiger Ausgangspunkt, um diese Welt und diese Gemeinschaft zu verstehen." - Harry Melling über die Hilfe durch den GBMC

Hier zum Interview mit Harry Melling und Alexander Skarsgård

Skarsgård über das Drehbuch: "Nicht das, was ich erwartet hatte"

Leichter fiel Alexander Skarsgard die Vorbereitung. Im Interview scherzte der Schwede, er sei für die Rolle geboren. Dass der Succession-Star überhaupt dabei ist, liegt laut ihm vor allem am Drehbuch des Films.

"Es ist einzigartig. Bei vielen Filmen hat man das Gefühl: 'Oh, sowas habe ich schon gesehen.' Es ist auch gut, aber man erkennt die Inspiration. Aber als ich das Drehbuch las, war ich überrascht. Es war ganz und gar nicht das, was ich erwartet hatte." - Alexander Skarsgård über das Drehbuch von Pillion

Fazit zu Pillion: Kink-Story trifft melancholische Liebesgeschichte

Pillion ist, was 50 Shades of Grey gerne wäre - ein intensiver Blick in die BDSM-Szene. Dabei schafft es der Film aber nicht nur mit provokanten Sexszenen aufzufallen. Pillion gelingt es zudem, eine witzige, wie zum Mitfühlen animierende melancholische Liebesgeschichte zu erzählen.