
"Vivaldi und ich" - Ein Film, wie eine Opern-Inszenierung | Breitbild & Verlosung
Theater- und Opernregisseur Damiano Michieletto inszeniert mit dem Barockdrama sein Filmdebüt
20.05.2026 Ron Stoklas
Die Welt des Barock gibt es seit dem 20. Mai 2026 im Kino zu sehen - und das mit einer Geschichte rund um Komponist Antonio Vivaldi. Der Film Vivaldi und ich widmet sich einem kurzen Abschnitt im Leben des Komponisten, stellt ihn dabei aber nicht in den Vordergrund der Handlung. Stattdessen erzählt der Film eine Geschichte der Selbstermächtigung. Die Kritik von FluxFM-Filmexperte Ron Stoklas.
FluxFM-Kritik: Selbstermächtigung im barocken Venedig
Cecilia: "Jeden Sonntag spielen wir hinter einem Gitter, weil niemand uns je ins Gesicht blicken darf. Für die Welt sind wir ein Schatten, ein Traum. Wer uns zuhört, tut dies, um zu fantasieren – und sich Gesichter vorzustellen, die nicht existieren."
Anfang des 18. Jahrhundert ist dies Teil der Lebensrealität von Cecilia. Sie lebt im Ospedale della Pietà in Venedig. Ein Waisenhaus, das den dort lebenden Mädchen nicht nur die Kunst der Musik beibringt, sondern auch Ehen für sie arrangiert - wohlgemerkt gegen einen passenden Kaufpreis. Das gilt auch für Cecilia. Alles ändert sich, als Antonio Vivaldi die Leitung des Orchesters übernimmt und das junge Mädchen fördert.
Cecilia: "Ich bin keine erste Geige, das kann ich nicht sein. Es ist nutzlos, dass ihr in mich investiert. Wenn der Krieg vorbei ist, werde ich mit einem Offizier vermählt. Dann kann ich nicht mehr spielen."
Antonio Vivaldi: "Wer weiß, wie lange dieser Krieg noch dauert. Du wolltest mich reinlegen, als du aufgehört hast zu spielen. Und du hast die falschen Töne absichtlich gespielt. Deshalb habe ich dich ausgewählt."
Cecilia: "Ich verstehe nicht."
Antonio Vivaldi: "Es gibt Musikerinnen, die viel besser sind als du, aber du hast etwas, dass die anderen nicht haben. Du spielst nicht um gelobt zu werden."
Das Vertrauen und die Förderung durch Vivaldi zeigen dem jungen Mädchen, dass ein anderes Leben möglich ist. Verantwortlich für den Film ist Damiano Michieletto. Basierend auf dem Roman Stabat Mater erzählt der als Theater- und Opernregisseur gefeierte Venezianer ein Drama um die Liebe zur Musik und den Drang nach Selbstbestimmung.
Cecilia: "Ich möchte nicht mehr heiraten. Ich möchte hier bleiben und musizieren."
Priora: "Hier wurden Vereinbarungen getroffen."
Cecilia: "Ich bin als Musikerin nützlicher, als ich es als Ehefrau wäre."
Governatore: "Wie soll das gehen? Sanfermo hat eine hübsche Summe bezahlt. Wir sprechen über 300 Dukaten. Denkst du, das kannst uns einbringen mit Konzerten?"
Cecilia: "Wenn es nur eine Frage des Geldes ist, das kann ich beschaffen."
Fazit zu Vivaldi und ich: Ein Film, wie eine Opern-Inszenierung
Damiano Michieletto gelingt mit seinem Filmdebüt Vivaldi und ich ein Werk, wie eine Opern-Inszenierung. Neben der Geschichte um den Ausbruch aus auferlegten Rollenbildern, besticht der Film vor allem durch den Look und Klang. Die historische Kulisse Venedigs ist grandios, die Outfits sind zauberhaft und die Musik einfach nur faszinierend.
Verlosung: Gewinnt Kinofreikarten für Vivaldi und ich
Anlässlich des Kinostarts von Vivaldi und ich verlosen wir von FluxFM 2 x 2 Kinofreikarten für den Film. Um zu gewinnen, tragt euch im Aktionsfeld mit eurem Namen und eurer E-Mail-Adresse ein.
Teilnahmeschluss: 24. Mai 2026, um 23.59 Uhr. Die Gewinner*innen werden ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Eine Barauszahlung und der Rechtsweg sind ausgeschlossen.



















