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Theater des Westens: 130 Jahre große Bühne in Berlin | Berliner Schnipsel

Josephine Baker, Marlene Dietrich, Bertolt Brecht und „My Fair Lady“: Ein Streifzug durch 130 Jahre Theatergeschichte in Berlin.

28.10.2026 Matti Geyer

Es ist eine der bekanntesten Musicalbühnen Berlins. Doch das Theater des Westens hat weit mehr erlebt als „My Fair Lady“ und „Tanz der Vampire“. Seit seiner Eröffnung 1896 war das Haus Schauplatz großer Auftritte, künstlerischer Experimente und politischer Umbrüche.

Schon der Bau von Architekt Bernhard Sehring sorgte für Aufsehen: eine Fassade nach dem Vorbild der Pariser Oper, dazu ein Bühnenturm, der an eine mittelalterliche Ritterburg erinnert. Kaiser Wilhelm II. bekam eine eigene Loge – erschien allerdings nie. In den Goldenen Zwanzigern standen hier Stars wie Josephine Baker und Marlene Dietrich auf der Bühne. Auch Bertolt Brecht versuchte sich im Keller des Hauses, allerdings zunächst ohne großen Erfolg.

Die Nationalsozialisten machten das Theater zur „Volksoper“. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde hier schon 1945 wieder gespielt. 1961 begann mit „My Fair Lady“ schließlich der Aufstieg zur Musicalbühne. Heute feiert das Theater des Westens seinen 130. Geburtstag – mit dem Jubiläumsmotto „Die Bretter, die Berlin bedeuten“ und neuen Produktionen wie „Salon Rosie“.

FluxFM-Redakteur und Stadtführer Matti Geyer erzählt die Geschichte eines Hauses, das seit 130 Jahren die großen und kleinen Dramen Berlins auf die Bühne bringt.