
"Das Drama – Noch einmal auf Anfang" - Zendaya, Robert Pattinson und dunkle Abgründe | Breitbild
Die Schauspiel-Stars stellen sich im neuen Film von Kristoffer Borgli den düsteren Geheimnissen ihrer Figuren
02.04.2026 Ron Stoklas
Manche Filme erzeugen allein durch ihren Cast einen Hype. Das gilt oftmals für Blockbuster mit unzähligen Promis. Manchmal reichen aber auch nur zwei Darsteller*innen aus, wie im Fall des Films Das Drama - Noch einmal auf Anfang. In den Hauptrollen zu sehen: Zendaya und Robert Pattinson! Von heute an seht ihr den Film in den deutschen Kinos. FluxFM-Filmexperte Ron Stoklas mit der Kritik.
FluxFM-Kritik: Wie gut kennen wir unsere Liebsten?
Wie gut kennen wir die Menschen in unserem Leben und wie verändert sich der Blick auf diese, wenn wir ihre dunkelsten Abgründe kennen? Diese Fragen wirft Das Drama - Noch einmal auf Anfang auf. Es geht um Emma und Charlie. Kurz vor ihrer Hochzeit wird das Paar beim Abendessen mit Freunden mit verstörenden Geheimnissen konfrontiert.
Rachel: "Vor unserer Hochzeit haben wir dieses Spiel gemacht, uns jeweils das schlimmste zu erzählen, was wir je gemacht haben. Was hast du getan?"
Emma: "Ich …"
Mike: "Ist das dein ernst?!"
Emma: "Äh, tut mir, tut mir, tut mir leid."
Mike: "Ich bestell ein Uber. Du hast doch nicht wirklich?"
Rachel: "Verdammt Emma!"
Es ist ein Geheimnis, das die Beziehung in ihren Grundfesten erschüttert und das Paar, aber auch uns als Publikum, mit einem moralischen Dilemma konfrontiert. Wie reagieren wir, wenn sich die Wahrnehmung einer Person radikal verändert? Empathisch, schockiert oder feindselig?
Zendaya, Robert Pattinson und dunkle Abgründe ihrer Figuren
Verantwortlich für das Gedankenexperiment ist Filmemacher Kristoffer Borgli. Der Norweger ist bekannt dafür, gesellschaftliche Erwartungen und fragile Selbstbilder zu dekonstruieren. In Das Drama gelingt dies, weil Zendaya und Robert Pattinson ihre Rollen großartig spielen. Vor allem Zendaya überzeugt mit einer Darstellung, bei der nicht klar ist, ob man mit Emma leiden oder sie doch eher fürchten muss. Und das in einer Geschichte, die sich in der Tonalität auf absurde Weise zwischen banaler Komik und psychologischem Drama bewegt.
Rachel: "Du meinst also Charlie ist deine erste…"
Emma: "Liebe?"
Rachel: "Erste Liebe oder erster Crush?"
Emma: "Beides, denke ich. Was? Ist das verrückt?"
Rachel: "Mit 30?"
Emma: "Naja, ich war 28 als wir uns kennengelernt haben."
Rachel: "Trotzdem…"
Emma: "Keine Ahnung, ich war früher hässlich."
Rachel: "Ach komm..."
Fazit: Gedankenexperiment über die moralische Überhöhung
Das Drama - Noch einmal auf Anfang rund um eine Traumhochzeit im Alptraummodus sorgt für dauerhafte Anspannung. Dabei gelingt dem Film etwas seltenes: Nicht nur das Leben der Figuren wird erschüttert, auch wir als Publikum fragen uns während und nach dem Film, wie wir gehandelt hätten. Es ist ein Hinterfragen der eigenen moralischen Überhöhung. Eine Frage, die sich ehrlicherweise erst beantwortet, wenn man in so einer Situation ist.
Film: Das Drama - Noch einmal auf Anfang | Kinostart: 02.04.2026 | Altersfreigabe: FSK 12 | Länge: 106 Minuten | Regie & Drehbuch: Kristoffer Borgli | Cast: u.a. Zendaya, Robert Pattinson, Alana Haim, Mamoudou Athie | Filmmusik: Daniel Pemberton


















