Neu im FluxFM-Programm: My Ugly Clementine, Bilderbuch, Lovehead, Westside Cowboy uvm., © Mala Kolumna
Neu im FluxFM-Programm: My Ugly Clementine - "This Is Nice" Mala Kolumna

Neu im FluxFM-Programm: My Ugly Clementine, Bilderbuch, Lovehead, Westside Cowboy uvm.

Seit dem 10. August 2026 neu im FluxFM Programm

10.08.2026

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My Ugly Clementine – "This Is Nice"

Casual Dating ohne Drama – genau das macht This Is Nice zum vielleicht lockersten Vorboten von My Ugly Clementines neuem Album. Der verspielte Indie-Rock-Track feiert einen schönen Moment, ohne daraus gleich die ganz große Liebe machen zu müssen. Damit zeigt die Band aus Wien eine deutlich entspanntere Seite als auf den grungigeren Singles You Won und Head In The Air. This Is Nice erscheint auf Apply Autonomy, das am 4. September veröffentlicht wird. Trotz der neuen Leichtigkeit bleibt die Band ihrem selbstbestimmten Blick auf Beziehungen, Feminismus und Gleichberechtigung treu.

Bilderbuch – "Zahlen als Beweis"

Zwischenmenschliche Entfremdung und die Frage, ob sich Gefühle überhaupt in Zahlen ausdrücken lassen, stehen im Zentrum von Zahlen als Beweis. Bilderbuch verpacken diese Beobachtung in einen glitzernden, leicht klebrigen Synthie-Sound, der auf modernen Pop und Disco-Euphorie trifft. Der Track ist die dritte Vorab-Single aus ∞+1. Für ihr neuntes Studioalbum kündigt die Wiener Band einen bewusst vielfältigen Mix aus verzerrten Gitarren, Pop, Disco und intimen Balladen an. ∞+1 erscheint am 9. Oktober und versteht sich dabei auch als Bekenntnis zu menschlicher Kreativität – als Gegenpol zu einer zunehmend von Algorithmen und KI geprägten Welt.

Cloe Slater – "Mother Nature's Killing Spree"

Folk-Gitarre, verzerrte Vocals – und plötzlich wird aus der vermeintlichen Liebesgeschichte eine Klima-Dystopie. Mother Nature's Killing Spree ist Cloe Slaters dritter Vorbote ihres Debütalbums und beginnt überraschend zart, bevor sich der Song zu einer treibenden Indie-Hymne entwickelt. Die britische Musikerin verbindet darin Indie-Rock, Alt-Pop und Post-Punk mit ihrer politischen Perspektive und einer gehörigen Portion schwarzem Humor. Statt eines klassischen Liebeslieds erzählt sie von zwei Menschen, die sich in einer Welt nach der Klima-Apokalypse nahekommen. Auf Riot Youth verbindet Slater solche düsteren Zukunftsbilder mit Hoffnung, Poesie und einem Plädoyer für radikale Liebe.

Lovehead – "sterne"

Bei sterne geht es um das Gefühl, nachts wachzuliegen und sich nach einer Zeit zurückzusehnen, in der alles noch ein bisschen leichter war. Lovehead stellen dabei Kindheitserinnerungen und das hektische, graue Leben in der Großstadt gegenüber – inklusive der Sehnsucht nach einem Himmel, an dem überhaupt noch Sterne zu sehen sind. Musikalisch setzt das österreichische Trio auf einen instrumentenlastigen Indie-Rock-Pop und deutsche Texte. Nach denkst du an mich und dem TikTok-Erfolg erdnussallergie legten die drei Musikerinnen im Februar ihre Debüt-EP fanta lustig vor. Auch für die kommende Musik bleibt ihr gemeinsamer, von ihnen selbst als "demokratisches Chaos" bezeichneter Songwriting-Prozess zentral.

Molly Payton – "Pick Me Up"

Manchmal braucht es gar keinen großen Streit, damit eine Beziehung sich einsam anfühlt. Genau dieses Gefühl fängt Molly Payton in Pick Me Up ein: Der Partner ist zwar da, mit den Gedanken aber ganz woanders. Entsprechend geht es im Song weniger um große Gesten als um den Wunsch nach ungeteilter Aufmerksamkeit und echter Nähe. Payton ist bekannt für ihr sehr persönliches, fast tagebuchartiges Songwriting, das häufig bei Spaziergängen durch die Natur entsteht. Musikalisch reicht ihr Spektrum von Jeff Buckley, Joni Mitchell und Leonard Cohen bis zu Alex G, Pavement und Nirvana und spiegelt sich auch in ihrer Entwicklung vom akustischen Singer-Songwriter-Sound hin zu deutlich rockigeren Arrangements.

Sofie Royer – "Sesquicentennial"

Ein Autoaufkleber nach einer SXSW-Show lieferte Sofie Royer den ungewöhnlichen Titel für Sesquicentennial. Das Wort bedeutet "alle hundertfünfzig Jahre" und passt zu einem Song, in dem Royer über wiederkehrende Verhaltensmuster und die Dinge nachdenkt, die wir scheinbar immer wiederholen. Entstanden ist der Track an der Schwelle zu einem neuen Lebensabschnitt und verbindet persönliche Selbstreflexion mit Royers eigenwilligem Popverständnis. Auf ihrem vierten Album before/after wird diese Auseinandersetzung noch weitergeführt: Vergangenheit und Zukunft erscheinen dort weniger als äußere Gegensätze denn als innere Kämpfe. Für ihre selbstironische Perspektive nimmt Royer dabei auch sich selbst aufs Korn.

Westside Cowboy – "Kick Stones (The Boys)"

Vier Stimmen, wuchtige Drums und ein bewusst schiefer Einstieg: Westside Cowboy machen Kick Stones (The Boys) zu einer ziemlich unmittelbaren Angelegenheit. Die Manchester-Band nennt ihren ungeschliffenen Mix aus Country, Indie und Art-Rock selbst Britainicana. Weil alle vier Mitglieder singen, wechseln die Stimmen ständig und verleihen dem Song eine raue, fast chaotische Dynamik. Besonders gegen Ende legt Bassistin Aoife Anson-O’Connell noch einmal ordentlich nach. Der Track gehört zum Album It Goes On, das bewusst direkt, ehrlich und "schlank und unvollkommen" gehalten ist und damit eher auf Energie und Zusammenspiel als auf ausufernde Arrangements setzt.

Die Neuheiten im FluxFM-Programm der letzten Wochen: