
Neu im FluxFM-Programm: Audio88 & Yassin, Death Cab For Cutie, Junior Varsity, Tkay Maidza uvm.
Seit dem 18. Mai 2026 neu im FluxFM Programm
19.05.2026
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Audio88 & Yassin – Immer noch zwei Herrengedeck
Vier Gläser auf dem Tisch sorgen bei Audio88 & Yassin selten für eine harmlose Szene. Immer noch zwei Herrengedeck ist die Fortsetzung einer ihrer Klassiker, in dem der Alltag sofort zur Analyse wird. Zwischen Tresenästhetik und politischem Unterton kippt der Song ständig zwischen Ironie und Ernst. Die vermeintliche Leichtigkeit des Titels wird schnell zur Kulisse für ziemlich präzise Beobachtungen über gesellschaftliche Zustände. Und genau in dieser Reibung entfaltet das kultige Berliner Rap-Duo seine typische Schärfe.
Aldous Harding – Venus In The Zinnia (feat. H. Hawkline)
Es ist dieser Moment, in dem sich ein Song eher wie eine verschobene Realität anfühlt als wie Musik im klassischen Sinn. Venus In The Zinnia funktioniert genau so – fragmentarisch, leicht entrückt, aber trotzdem erstaunlich nah dran. Aldous Harding zieht gemeinsam mit H. Hawkline eine Atmosphäre auf, die nie ganz greifbar wird und gerade dadurch hängen bleibt. Statt Entwicklung gibt es Andeutung, statt Klarheit eher kleine Verschiebungen im Raum. Alles wirkt wie ein leises Bühnenbild, das sich ständig minimal verändert, ohne je vollständig aufzutauchen.
Death Cab For Cutie – Punching The Flowers
Manchmal bleibt ein Bild hängen, obwohl es eigentlich banal ist: jemand, der vor einem Laden auf Blumen einschlägt. Genau daraus baut sich Punching The Flowers langsam auf. Death Cab For Cutie übersetzen diesen Moment in eine größere innere Blockade, in das Gefühl, gleichzeitig zu besitzen und trotzdem festzustecken. Der Song wirkt dabei wie eine langsame Verdichtung von Frustration, ohne je laut zu werden. Am Ende steht weniger eine Geschichte als ein Zustand, der sich nicht auflöst.
Fightmaster – Quicksand
Wenn sich ein Gedanke nicht mehr sortieren lässt, klingt er vielleicht so: „Quicksand“ fühlt sich an wie genau diese mentale Treibsand-Effekt, das Fightmaster hier ohne Filter in Musik gießt. Alles bleibt bewusst nah, roh und direkt, fast ohne Schutzschicht zwischen Gefühl und Klang. Dadurch entsteht eine Spannung, die weniger auf Struktur als auf Unmittelbarkeit basiert. Der Song bewegt sich nicht nach vorne, sondern eher in sich selbst hinein.
Junior Varsity – Lost And Found
Junior Varsity verwandeln auf Lost And Found das Gefühl eines chaotischen Schlafzimmers in einen erstaunlich warmen Indie-Pop-Track. Der Song lebt von seiner unaufgeräumten Atmosphäre, die nie künstlich glattgezogen wird. Statt klarer Strukturen entstehen eher kleine emotionale Fragmente, die sich langsam zusammensetzen. Auch die zusätzlichen Vocals von Lola Blue verstärken dieses leicht verschwommene, nostalgische Gefühl. Genau dadurch wirkt der Track persönlich, ohne jemals kitschig zu werden.
Kutiman & Dekel – Hope
Bevor überhaupt ein Wort fällt, ist da schon dieser warme, analoge Sog. Hope von Kutiman & Dekel baut genau auf dieser Art von musikalischer Selbstverständlichkeit auf, die sich nicht erklären muss. Soul, Funk und psychedelische Elemente fließen ineinander wie selbstverständlich verbundene Erinnerungen. Die Stimme wirkt dabei weniger als Front als vielmehr als Teil des gesamten Raums. Alles zusammen ergibt einen Sound, der eher trägt als erzählt.
mustbejohn – Catch My High
Catch My High bewegt sich an den Grenzen zwischen Euphorie und Melancholie, ohne sich je komplett für eine Seite zu entscheiden. mustbejohn verbindet verträumten Indie-Sound mit einer sehr persönlichen Suche nach dem eigenen Gleichgewicht. Der Song handelt davon, sich selbst über die Jahre verloren zu haben und langsam wieder etwas Licht zurückzufinden. Trotz dieser eher schweren Grundidee bleibt die Stimmung überraschend leicht und schwebend. Gerade dieser Kontrast gibt dem Track seine besondere Energie.
Paris Paloma – Miyazaki
Der Ausgangspunkt ist kein Sound, sondern ein Konflikt: Was passiert mit Kreativität, wenn sie infrage gestellt wird? Paris Paloma antwortet darauf mit Miyazaki. Klare Spannung, mehr Haltung als Erzählung. Getragen von einer Mischung aus impulsiver Dringlichkeit und emotionaler Klarheit. Am 8. Dezmeber gibt sie ein Konzert im Astra Kulturhaus. FluxFM verlost Gästelistenplätze!
Raynor – Brake Lights
Mit Brake Lights liefert Raynor einen Indie-Lovesong, der gleichzeitig euphorisch und vorsichtig wirkt. Inhaltlich geht es um die Angst vor Nähe und den Versuch, sich trotzdem auf Gefühle einzulassen. Musikalisch verbindet der 18-jährige Artist dabei nostalgische Indie-Elemente mit einer modernen, emotional offenen Produktion. Der Song wirkt nie komplett sicher oder abgeschlossen – eher wie ein Moment, der sich gerade erst formt. Genau diese jugendliche Unsicherheit macht ihn so glaubwürdig.
Tkay Maidza – Pressed
Tkay Maidza zieht Pressed komplett über Rhythmus und Bewegung auf. Afrobeat-, Amapiano- und House-Einflüsse treiben den Song konstant nach vorne, während Rap-Parts und melodische Passagen permanent ineinandergreifen. Alles wirkt extrem kontrolliert und gleichzeitig sehr leichtfüßig. Statt großer emotionaler Schwere steht hier Energie im Mittelpunkt – allerdings nie eindimensional, sondern mit vielen kleinen Details in der Produktion. Dadurch bleibt der Track auch nach mehreren Durchläufen spannend.




















