Neu im FluxFM-Programm: Tomora, Noga Erez, Apsilon, Cassia, Giant Rooks uvm., © Dan Lowe
Neu im FluxFM-Programm: Tomora - "Somewhere Else" Dan Lowe

Neu im FluxFM-Programm: Tomora, Noga Erez, Apsilon, Cassia, Giant Rooks uvm.

Seit dem 6. April 2026 neu im FluxFM Programm

08.04.2026

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Tomora - Somewhere Else

Somewhere Else klingt wie das Aufeinandertreffen zweier Welten – und genau das ist es auch. Hinter Tomora stecken AURORA und Tom Rowlands von The Chemical Brothers, die hier ihre Stärken perfekt bündeln. Der Track kombiniert kühle, elektronische Klanglandschaften mit AURORAs emotionaler, fast entrückter Stimme. Heraus kommt ein Sound, der gleichzeitig futuristisch und zutiefst menschlich wirkt. Als Vorbote für ihr gemeinsames Album zeigt der Song eindrucksvoll, wie visionär moderner Pop klingen kann. Ende März haben wir übrigens mit dem Duo ein Interview geführt. Am 1.11. spielen sie im Ufo um Velodrom ein Konzert. FluxFM verlost Gästelistenplätze.

Apsilon - Sommermärchen

Apsilon gehört aktuell zu den spannendsten Stimmen im deutschen Rap – und mit Sommermärchen zeigt er eindrucksvoll, warum. Der in Berlin-Moabit aufgewachsene Künstler verbindet hier persönliche Erinnerungen mit politischer Realität auf eine Weise, die unter die Haut geht. Ausgangspunkt ist der 4. April 2006: Während er selbst als Kind die WM-Euphorie mit Panini-Stickern und Ballack-Trikot erlebt, wird zeitgleich Mehmet Kubaşık vom NSU ermordet. Der Track rechnet schonungslos mit der verklärten Erzählung vom Sommermärchen ab und zeigt, dass dieses Gemeinschaftsgefühl längst nicht für alle galt. Besonders bewegend ist die poetische Annäherung an die Perspektive von Kubaşıks Tochter, deren Schmerz Apsilon in eindringliche Bilder fasst.

Cassia - Lovedrunk

Lovedrunk fängt genau diesen einen Moment ein, in dem sich alles plötzlich intensiver anfühlt als sonst. Die britische Indie-Pop-Band Cassia schlägt damit ein neues Kapitel auf und entwickelt ihren Sound hörbar weiter. Treibende Percussion trifft auf glänzende Synths und sorgt für eine fast schon euphorische Dynamik. Inspiriert von Reisen und ihrer Welttournee wirkt der Song offener, internationaler und mutiger als frühere Releases. Inhaltlich geht es um die ersten Tage einer Beziehung – diesen Rausch, in dem man sich komplett zeigt und plötzlich verstanden fühlt.

Courtney Barnett - Wonder

Courtney Barnett eröffnet mit Wonder einen weiteren spannenden Blick in ihre neue musikalische Phase. Der Song ist kein klassischer Single-Hit, sondern ein Albumtrack, der sich leise entfaltet und gerade dadurch hängen bleibt. Nach Jahren voller Selbstzweifel und persönlicher Neuorientierung klingt Barnett hier gefestigter und gleichzeitig reflektierter denn je. Eingebettet in das Album Creature of Habit, war übrigens Album der Woche bei FluxFM, kreist der Track um Veränderung, Verlust und das Akzeptieren neuer Lebensabschnitte. Ihre unverwechselbare Mischung aus trockenem Storytelling und subtiler Emotionalität macht auch Wonder zu einem typischen, aber dennoch überraschenden Barnett-Moment.

Giant Rooks - Want It Back

Giant Rooks melden sich mit Want It Back zurück und knüpfen dabei an ihre tanzbare Indie-Pop-Energie an. Die Band aus Hamm hat sich längst international etabliert und liefert hier den nächsten eingängigen Track mit Hitpotenzial. Musikalisch treiben Synths und ein klarer Beat nach vorne, während der Song gleichzeitig eine gewisse Melancholie transportiert. Inhaltlich geht es um das Ende einer Beziehung, die sich rückblickend wie ein endloser Sommer anfühlt – obwohl man emotional längst weiter ist. Genau dieses Spannungsfeld zwischen Nostalgie und Loslassen macht den Song so relatable.

Heidi Curtis - What Am I Missing

What Am I Missing? wirkt wie ein emotionaler Befreiungsschlag für Heidi Curtis. Die Singer-Songwriterin aus Newcastle verarbeitet darin eine Phase voller Zweifel, Erschöpfung und kreativer Orientierungslosigkeit. Getragen von ihrer kraftvollen Stimme entfaltet sich ein intensiver Indie-Track, der sowohl zerbrechlich als auch entschlossen klingt. Für sie selbst markiert der Song einen Wendepunkt, an dem plötzlich alles musikalisch Sinn ergibt. Gleichzeitig erzählt er davon, wie wichtig es manchmal ist, sich komplett verloren zu fühlen, um sich selbst neu zu entdecken.

Noga Erez - Stuck In Heaven

Noga Erez bleibt sich mit Stuck In Heaven treu und liefert erneut einen Track, der gleichzeitig eingängig und unbequem ist. Die israelische Künstlerin verbindet elektronische Beats mit einer fast hypnotischen Vocal-Performance, die sofort fesselt. Trotz des treibenden, upbeat Sounds geht es inhaltlich um ein eher widersprüchliches Gefühl: das Leben scheint perfekt, aber innerlich fühlt man sich leer. Genau diese Diskrepanz macht den Song so spannend und vielschichtig. Erez schafft es einmal mehr, komplexe Emotionen in einen Sound zu packen, der direkt ins Ohr geht.

Soft Loft - Caught

Soft Loft zeigen mit Caught eine neue, ungefilterte Seite von sich. Der Song ist deutlich roher und direkter als vieles, was man bisher von der Schweizer Band gehört hat – inklusive echter Studio-Experimente wie dem Einsatz eines Akkuschraubers im Sounddesign. Inhaltlich dreht sich alles um das Älterwerden und die Erkenntnis, in entscheidenden Momenten vielleicht zu vorsichtig gewesen zu sein. Frontfrau Jorina Stamm bringt diese Frustration erstmals richtig laut und intensiv zum Ausdruck. Genau diese Mischung aus Verletzlichkeit und Energie macht Caught zu einem starken Auftakt für das kommende Album.

Die Neuheiten im FluxFM-Programm der letzten Wochen: