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Ahu Dural, Ausstellungsansicht Malplaquetstraße 33 – Jugend einer Monteurin, Galerie Wedding – Raum für zeitgenössische Kunst, Berlin, 2026  Wataru Murakami

Malplaquetstraße 33 – Jugend einer Monteurin | Radio Arty

Künstlerin Ahu Dural im Interview zur Ausstellung in der Galerie Wedding

14.04.2026 Yaneq

Zwischen Erinnerung und Material: Ahu Dural erzählt in ihrer neuen Ausstellung Malplaquetstraße 33 – Jugend einer Monteurin von Arbeit, Migration und dem Ankommen.

Erinnerungen im Aufbau

Die Ausstellung Malplaquetstraße 33 – Jugend einer Monteurin nimmt eine Wohnung als Ausgangspunkt für eine vielschichtige künstlerische Erzählung. Dabei verbindet Ahu Dural persönliche Erinnerungen mit größeren gesellschaftlichen Themen wie Migration und Arbeit. Ihre Skulpturen bestehen aus einfachen Materialien wie Holz oder Aluminium, die mit Fotografien, Textilien und Alltagsobjekten kombiniert werden. Montage wird hier nicht nur als handwerklicher Prozess verstanden, sondern als Denkweise und künstlerisches Prinzip. Verschiedene Ebenen – biografisch, architektonisch und visuell – überlagern sich und erzeugen ein fragmentarisches Gesamtbild. So entsteht eine Ausstellung, die sich wie ein Erinnerungsraum entfaltet und gleichzeitig Fragen nach Zugehörigkeit und Identität stellt.

Zwischen Herkunft und Gegenwart

Ahu Dural beschäftigt sich in ihrer Arbeit intensiv mit ihrer eigenen Familiengeschichte und migrantischen Perspektiven. Aufgewachsen in Berlin-Siemensstadt, einer von Industrie gezeichneten Umgebung, prägt dieser Kontext bis heute ihr künstlerisches Schaffen. In ihren multidisziplinären Arbeiten untersucht sie das Zusammenspiel von Biografie, Architektur und produktiver Arbeit. Besonders im Fokus stehen dabei weibliche Lebensrealitäten und Erfahrungen von Migration. Ihre Werke bewegen sich zwischen Skulptur, Installation und Text und verbinden persönliche Geschichten mit räumlichen Strukturen. So entsteht eine künstlerische Praxis, die Erinnerung nicht nur erzählt, sondern materiell erfahrbar macht.

2 Bilder

Im Radio: 12.04.2026, 16 Uhr

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