
Smartphonefreie Klasse in Wentorf | Interview mit Orientierungsstufenleiterin Alexandra Schweiger
Smartphonefreie Klasse: Wie ein Schulprojekt die Konzentration der Kinder stärk!
28.01.2026 Katia Berg, Sascha Schlegel
Wir kennen es alle: ein kurzer Blick aufs Smartphone – und plötzlich sind Minuten vergangen. Für viele Erwachsene ist das schon schwierig, für Kinder erst recht. Lehrkräfte berichten immer häufiger von Konzentrationsproblemen im Unterricht, weil der nächste Dopamin-Kick auf dem Bildschirm lockt. An vielen Schulen sind Handys deshalb zumindest während des Unterrichts verboten. Eine Schule in Schleswig-Holstein geht jetzt noch einen Schritt weiter – mit einem besonderen Pilotprojekt.
Eine ganze Klasse ohne ein eigenes Smartphone
An einer Schule in Wentorf gibt es seit einem halben Jahr die sogenannte „smartphonefreie Klasse“. Konkret bedeutet das: Die Kinder besitzen kein eigenes Smartphone. Orientierungsstufenleiterin Alexandra Schweiger erklärte im Interview bei Superfrüh, dass das Projekt aus einem klaren Elternwunsch heraus entstanden sei. Ziel sei es, den Kindern mehr Raum für Konzentration, soziale Kontakte und einen bewussteren Umgang mit der digitalen Welt zu geben.
Positive Rückmeldungen von Kindern, Eltern und Lehrkräften
Laut Schweiger kommt das Projekt nicht nur bei den Eltern gut an, sondern auch bei den Kindern selbst. Viele Schüler*innen könnten sich besser auf den Unterricht konzentrieren und seien insgesamt weniger abgelenkt. Für die Pilotklasse konnten sich Eltern gemeinsam mit ihren Kindern im Vorfeld bewerben – die Teilnahme ist also bewusst und freiwillig erfolgt.
Das Projekt in Wentorf steht nicht allein da. Auch in anderen Ländern gibt es ähnliche Entwicklungen. In Irland gilt an Schulen bereits ein Handyverbot für alle Kinder unter 12 Jahren. Der Trend zeigt: Immer mehr Schulen und Eltern hinterfragen den frühen und intensiven Smartphone-Gebrauch.
Ob sich die smartphonefreie Klasse dauerhaft durchsetzt, wird sich zeigen. Die ersten Ergebnisse aus Schleswig-Holstein machen jedoch deutlich: Weniger Bildschirm kann für mehr Konzentration sorgen – und das kommt dem Lernen zugute.
Im Radio: 28. Januar 2026


















